Der Orden der Drachenritter, das 
			Fantasy-Rollenspiel Legends of Aylann!
 
In dieser Rubrik findet man das Forenrollenspiel Legends of Aylann.
 
Die Rassen Dragons


Aylann beherbergt nicht nur Menschen vieler verschiedener Völker, sondern ein buntes Gemisch verschiedenartiger kulturschaffender Wesen, die sich sowohl in Lebensweise und Weltanschauung, als auch im äußeren Erscheinungsbild nicht unerheblich voneinander unterscheiden. Einige dieser Rassen, namentlich die, welche auch unter den Drachenrittern Dragonias zu finden sind, werden in diesem Werke näher vorgestellt.

Menschen Elfen Amazonen
Zwerge Druiden Drachen
Orks Lykantrophe Echsenwesen

nach oben Menschen

Geschichte

Die Menschen sind, je nachdem aus welchem Volk sie stammen, in ihrem Wesen und Aussehen, in ihrer Kultur und Geschichte so unterschiedlich, dass es kaum möglich ist, etwas Allgemeingültiges zu sagen.

Die Menschen erwachten als die zweiten Kinder der Götter vermutlich im weiten Grasland von Aramon, und zwar ungefähr zu der Zeit, als Mahal die Zwerge schuf, nach dem Sieg der Elfen und Drachen über Baal von Taros.


Zunächst lebten sie noch wild in den Hügeln, kannten kein Feuer und ernährten sich von dem, was sie sammeln und erjagen konnten. Doch bald wurden die Lichtelfen auf die neuen Geschöpfe aufmerksam und erkannten in ihnen viele Ähnlichkeiten zu ihrem eigenen Volk. Da sie sie als jüngere Geschwister betrachteten, denn die Elfen gelten als die ersten Kinder der Götter, nahmen sie sich der Menschen an, lehrten sie, wie man Häuser baut, Feuer verwendet und Ackerbau und Viehzucht betreibt. Die ersten Menschen wiederum sahen in den Lichtelfen fast Götter, da sie ihnen überaus schön von Gestalt und Stimme erschienen, doch als die Völker sich näher kennen lernten, wurde dies schnell als Irrtum erkannt. Die Menschen haben gegenüber den anderen Völkern nur eine kurze Lebensspanne, aber sie vermehrten sich rasch, und durch ihren schnellen Lebenswandel sind sie überaus anpassungsfähig, so dass sie sich in der Folgezeit rasch über die ganze Welt ausbreiteten. Überall gründeten sie Reiche, deren Kulturen sich den örtlichen Gegebenheiten anpassten und deshalb sehr unterschiedlich sind. Da die Menschen erwachsen geworden waren und sehr zum Bedauern der Lichtelfen dazu neigten, Kriege gegeneinander zu führen, die Menschen aber andererseits der Bevormundung durch die Lichtelfen überdrüssig waren, entfremdeten die Völker sich immer mehr voneinander, so dass Menschen und Elfen sich heute eher mit Vorsicht begegnen. Auf die Waldelfen und Zwerge trafen die Menschen erst viel später, nach der Gründung des Reiches Dragonia.

Aussehen und Wesen
Menschen sind im Schnitt etwa so groß wie Hoch- und Lichtelfen, jedoch kräftiger und stämmiger gebaut. Ansonsten ist es schwer, ihr Aussehen einheitlich zu beschreiben. Von den dunkelhäutigen, feingliedrigen Bewohnern der Singenden Inseln bis zu den großen, blonden oder rothaarigen Nordleuten, von den drahtigen, feurigen Wüstenomaden bis zu den hochgewachsenen Rittern der Ostlande ist beinahe jede Gestalt, Haarfarbe und Augenfarbe zu finden. Die vorherrschenden Augenfarben sind jedoch braun, grün, schwarz, grau oder blau. Auch Haartracht und Kleidung sind je nach Kultur unterschiedlich und den Gegebenheiten angepasst.

Das Wesen der Menschen ist vor Allem von Leidenschaft geprägt, wenn man überhaupt den Versuch wagen kann, das Wesen der Menschen zu beschreiben. Da ihre Lebensspanne verglichen mit der von anderen Rassen so kurz ist, brennt die Flamme ihrer Freude, ihres Glücks und ihrer Liebe, aber ebenso ihres Zorns, ihrer Wut und ihres Hasses umso höher. Dazu kommt, dass viele Menschen weniger Geduld an den Tag legen als die anderen Rassen. Aber das bedeutet nicht, dass Menschen grundsätzlich heißblütig und unbesonnen reagieren. Genauso wenig, wie eine einheitliche Aussage über die Geschichte und Kultur der Menschen gemacht werden kann, können grundsätzliche Aussagen über ihre Wesensart gemacht werden. Menschen sind sehr vielseitig und anpassungsfähig, und gerade darin liegt wohl ihre größte Stärke. So konnten sie sich schneller als jede andere Rasse ausbreiten und so gibt es heute auf Dragon nur wenige Orte, an denen keine Menschen siedeln.

Die Lebensspanne der meisten Menschen kann um die 80 Jahre betragen, wenn Krankheiten oder Unfälle ihr kein vorzeitiges Ende setzen. Im Gegensatz zu den anderen Völkern gründen Menschen schon häufig im Alter von um die 20 eine eigene Familie. Eine Schwangerschaft dauert im Regelfall neun Monate, und im Alter von höchstens 18 werden Kinder in vielen Kulturen als erwachsen eingestuft. Im Alter von ungefähr 60 Jahren ziehen die meisten Menschen sich aus ihren Berufen zurück. Welche Rituale das Heranwachsen, die Familiengründung und das Altern der Menschen begleiten, hängt wiederum ganz davon ab, welcher Kultur sie angehören.

Kultur, Religion und Sprache
Die Kulturen, Religionen und Sprachen, die die Menschen hervorgebracht haben sind ebenso vielfältig wie die Lebensräume, die sie besiedelt haben, so dass hier nicht der Versuch unternommen werden soll, sie näher zu beschreiben. Die Spannweite ist breit – über die seefahrenden, langhausbewohnenden Piraten der Thorwaler, Pferdenomaden Aramons, heißblütige Wüstennomaden wie die Bewohner der Schildkrötenwüste, kaum zivilisierte Dschungelvölker der singenden Inseln und die Clans der Highlander bis hin zu Bewohnern feudal aufgebauter Ritterkönigreiche in den Ostlanden kann jedwede vorstellbare Kulturform angetroffen werden.

Jedoch hat die Rasse der Menschen zwei Völker hervorgebracht, die sich von allen anderen Völkern der Menschen unterscheiden und die deshalb eine genauere Betrachtung wert sind: Die Amazonen und die Druiden.


nach oben Elfen


Geschichte
Vor langer Zeit erwachten die Lichtelfen als die ersten Kinder der Götter unter dem Sternenlicht in Aylann. Die Dunkelheit war noch frei von Furcht, Sorgen und Nöten. Doch Baal, der Gefallene, neidete den Elfen dieses Glück. Er stellte ihnen nach, und da sie nie gelernt hatten, sich zu verteidigen, gelang es ihm und seinen Schergen, nicht wenige von ihnen zu töten und zu entführen. Über das Schicksal der Entführten wurde nie etwas bekannt, doch nicht lange darauf erschienen die ersten Orks in den Wäldern.



Das Weinen und Klagen der ersten Elfen drang zu den Göttern, und sie beschlossen, ihre ersten Kinder in Sicherheit zu bringen. Sie gaben ihnen eine Insel im Sternenmeer, das Land des Sommers, und lange währte dort der Frieden der Elfen. Sie lernten das Leben um sich herum begreifen und entwickelten nach und nach eigene Kunstfertigkeit und eigene Lieder. Während das Volk der Elfen langsam erwachsen wurde, breitete sich das Böse in der alten Welt weitgehend ungehindert aus, und bald war die alte Welt nicht einmal mehr von den Sternen erhellt. Eine schwarze Wolke lag bedrückend über dem Land, und rote Feuer beleuchteten sie flackernd von unten. Das Verlöschen der Sterne wurde sogar von den Elfen im Land des Sommers bemerkt. Die Ältesten unter ihnen konnten sich noch an die Furcht in der Dunkelheit unter den Sternen erinnern und ihnen war klar, dass die Ursache in der alten Welt zu suchen waren. Die Ältesten drängten darauf, zur alten Welt zurückzukehren und das Übel möglichst an der Wurzel zu bekämpfen. Viele folgten diesem Ruf.

Aylann war dunkel und leer, als die Elfen dort wieder landeten; der Norden war nach wie vor von dichten Wäldern bedeckt, an deren Rändern Orks ihr Unwesen trieben. In den Drachenbergen waren die ersten Drachen erschienen, und die meisten von ihnen lagen im ewigen Kampf gegen Baal und seine Schergen. Im Süden aber lag Taros, eine öde Wüste aus schwarzem, scharfkantigen Gestein. Hier hatte Baal, der Gefallene, der Herr über das Dunkle Feuer, seine uneinnehmbare Festung.

Die Lichtelfen stürzten sich mit ihren mächtigen Zauberliedern in den Kampf, doch sehr bald wurde deutlich, dass nur mit Magie das Böse nicht zu besiegen war. Die Lage der Elfen verschlechterte sich sogar, als das dunkle Charisma Baals einige der ihren für sich einnahm. Groß war der Schmerz, als viele der Elfen der Machtgier und der Anziehungskraft des Bösen erlagen, zu Baal überliefen und fortan als Dunkelelfen gegen ihre ehemaligen Geschwister kämpften. So verschob sich das Kräftegleichgewicht noch weiter in Richtung des Bösen. Die Lage der Lichtelfen war verzweifelt, bald mussten sie sich in Verstecke in den Wäldern zurückziehen, wo sie einigermaßen sicher waren. Eine weitere Verbreitung des Bösen konnten sie aber von dort aus nicht verhindern.

Erst das erneute Eingreifen der guten Götter wendete das Blatt. Sie erwählten einen jungen Lichtelfen, Siraiyon Sturmtänzer, der sich durch seinen großen Mut auszeichnete, und brachten ihn zum ältesten Drachen, Shartol dem Goldenen. Sie sorgten dafür, dass der Drache und der Elf ein Bündnis schlossen. Auf dem Rücken seines mächtigen Verbündeten kehrte Siraiyon zu den Elfen zurück und begann, junge Elfen um sich zu scharen. Von den Drachen lernten sie, wie man Metall zu kunstfertigen Waffen und Rüstungen schmiedete, und von den Göttern selbst lernten sie, wie diese zu benutzen seien. So lernten die Lichtelfen Krieger zu sein. Die mächtigsten unter ihnen waren Siraiyon und seine Drachenreiter. Dieses Bündnis zwischen Drachen und Elfen bewirkte schließlich, was Zauberkraft und Waffengewalt allein nicht vermocht hatten. Die abtrünnigen Elfen konnten besiegt und in die Unterreiche zurückgedrängt werden und lebten fortan in der Finsternis, der sie verfallen waren. Baals andere Armeen wurden bis in den äußersten Süden des Reiches Taros zurückgedrängt, in das Gebiet um Baals Festung. Bis heute ist dieses Gebiet, eine kleine Halbinsel, lebensfeindlich und wüst.

Nach den Kämpfen versuchten die Lichtelfen keine Rückkehr in ihre alte Heimat, das Reich des Sommers. Viele von ihnen hatten sich durch die langen Kriege verändert. Einige Familien hatten die dichten Wälder liebgewonnen und lebten nun im Einklang mit der Natur in kleinen Sippen und in großer Abgeschiedenheit. Ihre Behausungen waren in den Bäumen errichtet, und bald vergaßen sie einiges von dem, was die Lichtelfen gewusst hatten und lernten dafür, wie man in der Wildnis überlebt. Andere der Elfen, besonders Siraiyon und seine Drachenreiter, hatten sich während der Kriege sosehr an eine straffe Organisation gewöhnt, wie sie für Krieger im Kampf nötig war, dass sie sich mit der eher freigeistigen Lebensweise der Lichtelfen nicht mehr identifizieren konnten. Es passte ihnen auch nicht, dass viele der Lichtelfen mit offener Neugier auf die Menschen zugingen, als sie sie zum ersten Mal entdeckten. So spalteten sich bald auch diese Unzufriedenen ab und gründeten Königreiche mit regelrechten Adelsständen. Sie brachten es zur Blüte in Kriegskunst, Architektur und Schmiedekunst und stehen zum Teil bis heute im ständigen Kampf gegen Baals Anhänger. Diese Elfen nannten sich fortan die Hochelfen. Heute haben sie sich von ihren Ursprüngen und den anderen Elfenvölkern so weit entfernt, dass es häufig zu Missverständnissen kommt.

Aussehen und Wesen
Vom Aussehen her sind Licht- und Hochelfen sich recht ähnlich, während es zu den Wald- und Dunkelelfen deutliche Unterschiede gibt. Ein paar Merkmale sind aber allen Elfenvölkern gemeinsam. Elfen sind von sehr schlankem Körperbau und blasser, klarer Hautfarbe, und ihre Gesichtszüge erscheinen durch die schrägstehenden, katzenartigen und recht großen Augen und die hohen Wangenknochen fremdartig, aber von großer Anziehungskraft. Die Iris kann in fast allen Farben leuchten, auch ungewöhnliche Töne wie bernsteinfarben und rot sind anzutreffen. Ein weiteres Merkmal sind die zugespitzten Ohren. Elfenmänner haben keinen Bartwuchs, dafür tragen die allermeisten Elfen das wie lebendig schimmernde Haupthaar lang und offen. Körperliche Gebrechen und Beschwerden des Alters sind allen Elfen fremd. Die Sinne der Elfen, besonders das Gehör und der Geruchsinn, sind sehr fein ausgeprägt.

Licht- und Hochelfen sind im Schnitt so groß wie Menschen. Ihre Haare sind meist von goldener, silberner oder, selten, weißer Farbe. Ihre Ohren sind meist etwas kleiner als die der Menschen. Ihre Bewegungen sind von maßvoller Eleganz und wirken niemals hastig und übereilt.

Das Leben in den Wäldern hat das Aussehen der Waldelfen maßgeblich beeinflusst. Ihre Bewegungen sind von fast unnachahmlicher Geschmeidigkeit und erinnern an die Eleganz von Katzen. Waldelfen sind im Allgemeinen kleiner als Menschen. Dadurch und durch das ebenfalls geringe Körpergewicht sind Waldelfen Meister darin, sich ungesehen und ungehört durch Unterholz und die Wipfel der Bäume zu bewegen. Die meisten Waldelfen sind blond, doch auch schwarze oder weiße Haare sind nicht selten. Häufig werden Federn ins Haar geflochten. Die Ohren sind im Allgemeinen etwas größer als die der Menschen. Dafür haben die Waldelfen von allen Elfen das schärfste Gehör und auch den feinsten Geruchsinn.

Am meisten aber unterscheiden sich die Dunkelelfen von den anderen Völkern. Meist sind sie etwas größer als Menschen. Ihre Haut ist dunkel, mitunter fast schwarz gefärbt und ihre Haare sind weiß oder gelblich. Die Augen der Dunkelelfen sind, obwohl alle Farben vorkommen können, doch meist rot oder violett.

Allen Elfen ist eine große Geduld gemein, die auch dazu führt, dass sie selten laut oder aufbrausend werden, sondern meist recht gelassen und ausgeglichen wirken. Aus diesem Grund wird ihnen fälschlicherweise oft Gefühlskälte zugeschrieben. Ein Fremder hat es schwer, zu erkennen, was ein Elf denkt oder fühlt, wenn dieser es ihn nicht wissen lassen will. Sie verstehen es meisterhaft, ihre Gefühle hinter einer Maske der Höflichkeit oder Kälte zu verstecken. Stolz oder Überheblichkeit ist den meisten Wald- und Lichtelfen fremd, während die Hoch- und besonders Dunkelelfen teilweise sehr dazu neigen, arrogant aufzutreten.

Lichtelfen sind darüber hinaus von edlem und gütigem Wesen und bekämpfen das Böse geradezu fanatisch, wo immer sie es antreffen. In ihrer Gesellschaft gibt es so gut wie keine Verbrechen. Lichtelfen handeln selten überstürzt oder voreilig, ihre Pläne sind ausgereift und durchdacht. Darüber hinaus sind Lichtelfen allgemein friedfertig, kaum ein Lichtelf wird von sich aus einen Kampf provozieren. Wenn es ihnen möglich ist, versuchen sie Probleme diplomatisch zu lösen; zur Waffe greifen sie nur, wenn es unabwendbar nötig ist. Seine Würde ist einem Lichtelf überaus wichtig, und für seine Überzeugung ist er jederzeit zu sterben bereit.

Hochelfen sind noch verschlossener als die anderen Elfenvölker. Auch sich selbst gegenüber gestehen sie Gefühle ungern ein und lassen sich nur äußerst selten von ihnen lenken. Ihr Hang zum Perfektionismus ist sehr ausgeprägt. Hochelfen erscheinen oft streng und ernst, was den Eindruck der Unnahbarkeit noch erhöht, und da sie selbst im Laufe ihrer langen Leben beträchtliches Wissen und große Weisheit erlangen können, neigen sie auch zu Stolz und Überheblichkeit gegenüber ungebildeteren Wesen. Gleichzeitig sind sie aber von edlem und ehrhaftem Wesen, so dass diese Überheblichkeit selten in Verachtung der Rechte anderer übergeht. Hochelfen sind ihr Leben lang bestrebt, die Geheimnisse des Universums und der Magie zu erforschen; dieses Wissen ist aber nicht immer ungefährlich, und hin und wieder erliegt auch ein Hochelf den Verlockungen der Macht. Hochelfen sind von allen Elfen die besten Kämpfer und Strategen.

Waldelfen sind sehr intuitiv und vertrauen ihren Gefühlen mindestens ebenso wie ihrem Verstand. Ein Waldelf reagiert auf viele Situationen schnell und instinktiv. Echter Hass ist Waldelfen fremd. Dies ist ein Gefühl, welches sie nicht nachvollziehen können, ja, sogar als gefährlich ablehnen, da es Herz und Seele vergiftet. Persönlicher Besitz bedeutet Waldelfen nicht viel. Fremden gegenüber reagieren Waldelfen mit vorsichtiger Neugier, wobei sie besonders am Anfang ständig zur Flucht bereit scheinen. Sie neigen dazu, offene Kämpfe zu vermeiden, werden sie jedoch in die Ecke gedrängt, kämpfen sie wild und häufig ohne Rücksicht auf eigene Wunden. Ihre Heimat verteidigen sie bis zum letzten Blutstropfen – und meist sehr effizient, indem sie sich dem Feind selten zum offenen Kampf stellen, sondern ihre Überlegenheit im Wald ausnutzen.

Dunkelelfen sind durch die Verführung und Perversion ihres Wesens durch Baal zu eiskalten, bösartigen Geschöpfen geworden, denen Liebe und Freundschaft fremd ist. Allen anderen Rassen gegenüber fühlen sie sich überlegen, und ihr Auftreten ist von Stolz, Überheblichkeit und Verachtung geprägt. Sie sind gefährliche Kämpfer, und ohne Zögern greifen sie zur Waffe, um zu töten, denn das Leben anderer zählt ihnen nur wenig. Um ihre Ziele zu erreichen, ist ihnen jedes Mittel recht; auch einen Feind hinterrücks oder mit Gift zu schlagen, gilt für sie nicht als unehrenhaft. Dennoch kämpfen auch Dunkelelfen nie unüberlegt, sondern gehen mit eiskalter Ruhe und Geduld ans Werk. Das Leben der Dunkelelfen untereinander ist von ständigen Intrigen und Machtkämpfen geprägt, doch wenigstens gilt ein Dunkelelf einem anderen Dunkelelfen als würdiger Gegner.

Schwangerschaften sind bei Elfen eher seltener als bei den Menschen. Die Schwangerschaft kann variieren, ist jedoch bei Hoch-, Licht- und Dunkelelfen länger als beim Menschen, im Durchschnitt etwa zwei Jahre. Bei den Waldelfen hängt die Dauer zum großen Teil davon ab, wie erfolgreich die Jagd der Sippe ist und in welcher Jahreszeit das Kind gezeugt wurde. Die meisten Waldelfenkinder kommen im Frühling oder frühen Sommer zur Welt. Auch wachsen Waldelfenkinder schneller heran als die Kinder der anderen Völker, um möglichst schnell dem Leben im Wald selbstständig gewachsen zu sein. Bei den meisten Waldelfen ist dies im Alter von ungefähr 15 bis 20 Jahren der Fall. Meist bis zum 35. Lebensjahr finden sie ihr Seelenlied, und ab dann gelten sie als erwachsen, bei Lichtelfen dauert es etwas länger; Hoch- und Dunkelelfen finden es häufig überhaupt nicht. Hoch-, Licht- und Dunkelelfen gelten mit 100 Jahren als erwachsen. Meist im Alter von 80-100 Jahren bei Waldelfen und von 100-130 Jahren bei den anderen Elfen wird daran gedacht, eine Familie zu gründen. So in etwa ab dem 400. Lebensjahr bei Waldelfen und dem 600. Lebensjahr bei anderen Elfen widmet man sich verstärkt der Erziehung und Ausbildung der jungen Elfen und ist aufgrund der hohen Lebenserfahrung als Berater oder Anführer hochgeschätzt. Die endgültige Lebensspanne der Elfen ist ein Geheimnis, das im Verborgenen ruht. Waldelfen und Lichtelfen glauben, dass ihr Leben so lange währt, wie ihre Aufgabe in der Welt noch nicht erfüllt ist. Wenn der Sinn eines Elfenlebens sich erfüllt hat, wäre ein weiteres Festklammern an der Welt gefährlicher Irrsinn. Hoch- und Dunkelelfen glauben nicht in diesem Maße an die Wichtigkeit einer Lebensaufgabe; sie sind aber anfällig dafür, im hohen Alter der Welt überdrüssig zu werden und verlassen sie dann oft freiwillig. Gewaltsame oder vorzeitige Tode sind aufgrund der Gefährlichkeit des Lebens im Wald bei den Waldelfen relativ häufig.

Kultur, Religion und Sprache
Die Lichtelfen leben in Städten oder kleinen Ansiedlungen. Ihre Lebensart ist recht unkompliziert, und sie sehen sich als die Hüter des Wissens. Eine Lichtelfenfamilie ist meist recht groß. Es können mehrere Generationen unter einem Dach leben. Ihre Familienfeste sind weithin bekannt. Tanz und Musik spielen dabei eine große Rolle spielen, und wird niemand, der einmal dabei war, wird dies so schnell vergessen. Lichtelfen sind ein elegantes Volk. Sie lieben die Vollendung der Rhetorik, Poesie und Lyrik. Geistreiche Wortgefechte sind unter Lichtelfen beliebt. Im Laufe ihrer langen Kulturgeschichte haben die Lichtelfen beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Die Kleidung der Lichtelfen ist elegant und reich verziert, ohne überladen zu wirken. Bevorzugt werden helle Pastelltöne. Plattenrüstungen werden mit Ausnahme der sehr seltenen Mondsilberrüstungen nicht getragen, da diese zu sehr die Bewegungsfreiheit einschränken. Aus diesem Grund bevorzugen die Krieger Kettenrüstungen aus edlen Metallen, um so größtmöglichen Schutz mit Bewegungsfreiheit und Eleganz zu kombinieren. Trotz der Kunstfertigkeit werden die Rüstungen nur im Kampf getragen, nie als zeremonielle Kleidung. Im Kampf werden elegante Klingen wie Lang- und Krummschwerter bevorzugt; der Bogen wird sowohl im Kampf als auch zur Jagd eingesetzt. Die Jagd als bloßes Vergnügen gilt den Lichtelfen allerdings als inakzeptabel. Die Haupttalente der Lichtelfen liegen im Umgang mit der Magie und dem Schwert, doch auch als Schreiber und Schneider entwickeln sie eine hohe Kunst. Die Krieger der Lichtelfen sind stark, gewandt und hochgeschätzt im Kampfe. Nicht weniger meisterhaft entwickeln handwerklich begabte Elfen ihre Künste und fertigen auch alltägliche Gebrauchsgegenstände schön verziert an. Wie die Waldelfen sind sie grade mit dem Holz sehr vertraut. Die Möbel der Elfen wirken sehr lebendig und vermitteln ein harmonisches, den Elfen sehr wichtiges Gefühl von Heimat. Lichtelfen sind außerdem bekannt für ihre feinen Stoffe, die in allen Farben des Lichtes schimmern, sowie für ihre hervorragenden Weine.

Hochelfen leben in einer streng geordneten Gesellschaft. Im Gegensatz zu Licht- und Waldelfen bilden sie Königreiche, in denen die regierenden Könige die Befehlsgewalt haben, allerdings von einem Beraterstab unterstützt werden. Die Hochelfen sind außerdem das einzige Elfenvolk, deren Gesellschaft streng patriarchalisch ist. Dies bedeutet nicht, dass die Frauen keine Rechte hätten oder unterdrückt würden, aber nur selten ergreifen sie Berufe wie die Männer, und unverheiratete Frauen unterstehen so lange offiziell dem Schutz ihrer Väter oder Brüder, bis ein Ehemann diese Aufgabe übernimmt. Die meisten Hochelfen sind Meister der Architektur und leben ihnen in großen Städten, deren wunderschöne, aus hellem Stein erbaute Häuser und prächtige Gärten berühmt sind. Neben der Architektur sind die Waffenkünste und die Kriegskunst hochangesehene Wissenschaften. Zwar ziehen auch die Hochelfen nicht unnötig in den Krieg, jedoch sehen sie den Kampf gegen Baal und seine Geschöpfe als ihre ewige Aufgabe an, die sie bis zur absoluten Selbstaufgabe betreiben. Ihre Treue gegenüber Königen und Offizieren und ihre Verantwortung gegenüber Schutzbefohlenen oder Untergebenen stellen Hochelfen über das eigene Leben. Im Kampfe werden schlanke, geschmeidige Klingen und kunstvolle Plattenrüstungen bevorzugt, und ein Hochelf wird sich seinem Gegner immer von Angesicht zu Angesicht stellen, da sie ehrenhaft und mutig bis zur Selbstüberschätzung sind. Die Hochelfen kleiden sich meist in Roben aus schweren Brokat- und Samtstoffen in dunklen Farben, die reich verziert sind und sehr zeremoniell wirken.

Die Waldelfen sind wie kein anderes Volk mit der Natur verbunden. Sie leben in kleinen Sippen in gut verborgenen Dörfern in den Baumwipfeln. Waldelfen sind Jäger und Sammler und haben es als Waldläufer und Spurenleser zur Perfektion gebracht. Auf keinen Fall wird nur aus Freude an der Jagd gejagt, und nie wird etwas verschwendet. Die Jagd zum bloßen Vergnügen gilt aber als Frevel. Die Kleider der Waldelfen sind aus ungefärbtem oder in warmen, leuchtenden Farben gehaltenem Leder, das aber so fein gegerbt sein kann, dass es fließend wie Leinenstoff ist. Die häufigste Tracht sind Jagdhemden und –Hosen, enganliegend geschneidert, um im Unterholz nicht behindern. Trotz der Funktionalität sind diese Kleidungsstücke mit Stickereien, Holzperlen, Federn oder Lederfransen reich verziert. Waldelfen tragen allerhöchstens Lederrüstungen. Schwerere Rüstungen schränken die Beweglichkeit zu sehr ein, außerdem ist Metall selten und kostbar. Die Hauptwaffe der Waldelfen ist der leichte Jagdbogen. Da Waldelfen soweit wie möglich den Nahkampf vermeiden, sind Schwerter oder ähnliche Klingen extrem selten. Im Allgemeinen wird der Waldelf sich auf seinen Bogen und die überlegene Kenntnis der Wälder verlassen. Wichtige Rollen im Leben der Waldelfen spielen selbst die Sippengemeinschaft und die Musik. Für das Überleben in der Wildnis ist der Zusammenhalt und das Vertrauen der Sippenmitglieder von elementarer Wichtigkeit. Alle Mitglieder einer Sippe verbindet deshalb ein unsichtbares Band, das Sippenlied oder Salasandra. Dies führt auch zu einem großen Bedürnis nach körperlicher Nähe.Ein Elf in der Fremde wird sich deshalb immer etwas verloren vorkommen, da er die vertraute Anwesenheit seiner Familie nicht mehr spürt. Über die Sippe hinaus fühlt der Elf sich außerdem ständig eins mit dem Lied der Schöpfung oder dem Nurti’sandra, das in jedem Geschöpf seine Ausprägung findet und das in der ganzen Welt zu hören ist. Alle Lieder sind Teil dieses einen Liedes der Schöpfung. Alle Waldelfen haben außergewöhnlich schöne, tragende und dennoch weiche Singstimmen, und die allermeisten spielen auch wenigstens ein Instrument. Sehr begabte Waldelfen können das Lied der Schöpfung nicht nur hören, sondern auch für andere hörbar machen. Es ist, als würde der Elf es singen, aber in Wirklichkeit leiht er dem Lied lediglich seine Stimme. Dies ist jedoch für den Elfen äußerst erschöpfend und auch nicht ganz ungefährlich. Jeder Waldelf hat sein persönliches Seelenlied, das Iama’sandra, das sein ganzes Wesen beschreibt. Der höchste Beweis des Vertrauens, den ein Waldelf geben kann, ist, sein Seelenlied vollständig mit einem anderen zu teilen. Dies bedeutet die absolute, bedingungslose Hingabe an den Anderen. Es ist genau das, was bei einer elfischen Hochzeit geschieht, weswegen Hochzeiten unter Waldelfen auch nicht allzu häufig sind. Dann aber ist diese Bindung in der höchsten und reinsten Form des Salasandra, das Sala’amasandra oder der Zusammenklang der Seelen, eine Bindung für die Ewigkeit. Das entstehende Band ist so eng, dass die Partner Stimmungen, Gefühle und Empfindungen des Anderen spüren können. Sollte einem der beiden etwas zustoßen, wird der Andere es sofort wissen. Der Tod des einen zieht in den allermeisten Fällen auch den Tod des anderen innerhalb weniger Tage nach sich.

Dunkelelfen leben in unterirdischen Städten, die jedoch nicht wie die der Zwerge aus dem Gestein herausgehauen werden, sondern in großen, natürlichen Kavernen erbaut werden. Diese Höhlen und Städte werden nur von Fackeln und Kohlebecken in ein düsteres, rötliches Licht getaucht, und es gibt Dunkelelfen, besonders der unteren Schichten, die das Tageslicht nie mit eigenen Augen sehen. Der vorherrschende Baustoff ist schwarzes Vulkanglas, und die Architektur und Einrichtung der Häuser ist rein auf Funktionalität ausgerichtet. Die Liebe zur Schönheit, die die anderen Elfenvölker selbst einfachste Kleidung und Alltagsgegenstände verzieren lässt, ist den Dunkelelfen fremd. Auch ihre Kleidung besteht aus einfachen, unverzierten Stücken aus schwarzem Stoff und ist meist enganliegend, um nicht zu behindern. Die Gesellschaft der Dunkelelfen ist stark hierarchisch gegliedert, und es herrscht ein ewiger Kampf um den Aufstieg in obere Schichten und Unterdrückung Untergebener. An oberster Stelle stehen die Priesterinnen des Côr, dann folgen die adeligen Krieger, dann Handwerker. Dunkelelfen halten Sklaven, die sie von ihren Kriegszügen mitbringen. Dunkelelfenstädte werden von einem Hohen Konzil regiert, dem immer die örtliche Hohepriesterin vorsteht und dem die Vertreter der wichtigsten Adelshäuser angehören. Ein Sitz im Konzil verleiht großen Einfluss. Einen obersten Regenten aller Dunkelelfenstädte gibt es nicht, obwohl alle Baal oder Côr, wie er von den Dunkelelfen genannt wird, hörig sind. Hin und wieder kommt es sogar zu Kriegen zwischen einzelnen Städten.

Isdira, die Sprache der Waldelfen, ist sehr melodisch und wird fast schon mehr gesungen als gesprochen. Schwer zu erlernen ist Isdira durch das Fehlen jeglicher Grammatik und die feinen Lautunterschiede , die einem einzigen Wort unzählige Bedeutungen zuweisen können. Hoch- und Lichtelfen sprechen das Quenya. Es ist, ähnlich dem Isdira, eine sehr melodische Sprache, aber schon aufgrund der komplizierten Grammatik sehr komplex. Die Sprache der Dunkelelfen, das Côron oder Drow, wie sie ihre Sprache selbst nennen, ist eigentlich eine Ableitung der Schwarzen Sprache Taros’. Es klingt allerdings weicher als diese. Wegen ihres feinen Gehörs und Gespürs für Lautunterschiede in der Sprachmelodie fällt Elfen das Erlernen neuer Sprachen recht leicht. Das Orkische sprechen sie jedoch wegen seiner rauen Laute eher ungern.

Wald- und Lichtelfen glauben an das Prinzip des Werdens, ohne das die Welt tot und leer wäre, und das Prinzip des Vergehens, ohne das alles in sinnlosem Wachstum ersticken würde. Besonders die Waldelfen glauben, dass über diesem allen das Lied der Schöpfung, das Nurti’sandra, als stärkste Kraft steht, in das alles andere eingebunden ist. Diese Art Religion schließt eine Verehrung personifizierter Gottheiten aus. Sie werden zwar nicht geleugnet, aber keineswegs als höchste Instanz anerkannt. Dahingegen wenden die anderen drei Elfenvölker sich schon hin und wieder Gottheiten zu. Die Dunkelelfen verehren Baal unter dem Namen Côr, unter den Licht- und Hochelfen ist die Paladinverehrung recht weit verbreitet.

Untereinander stehen sich die Lichtelfen und die Waldelfen am nächsten. Besonders zwischen Hoch- und Waldelfen, aber auch zwischen Hoch- und Lichtelfen kommt es häufig zu Missverständnissen. Die Hassliebe zu den Zwergen ist geradezu sprichwörtlich; Menschen begegnen die meisten Elfen mit vorsichtiger Neugier, wenn es auch einiges gibt, das die Elfen an ihnen ablehnen: Machtgier, die Bereitschaft, sich mit ihresgleichen in Kriege zu stürzen, mitunter auch eine gewisse Blindheit und Taubheit der Natur gegenüber. Orks und Goblins sind erklärte Feinde der Waldelfen, während die anderen Elfenvölker sie vielfach nicht beachten. Den Drachen begegnen die Elfen mit Respekt und Achtung, zwischen Hochelfen und Drachen gibt es sogar häufig enge Bindungen. Die Dunkelelfen verachten eigentlich alle anderen Völker, so dass es schwierig ist, mit ihnen zu einem Einvernehmen zu kommen.

Halbelfen
Verbindungen zwischen Menschen und Elfen kommen hin und wieder vor und sind fruchtbar. Die Kinder einer solchen Beziehung werden Halbelfen oder Menschelfen genannt und vereinen die Eigenschaften beider Rassen. Ihre Gestalt ist schlank und anmutig, jedoch kräftiger als die der Elfen, ihre Ohren sind weniger spitz und ungewöhnliche Augenfarben wie rot oder bersteinfarben kommen nur sehr selten vor. Auch die Sinne sind nicht ganz so fein ausgeprägt wie die der Elfen, wobei das Verständnis der Musik meist recht weit entwickelt ist. Halbelfen haben nicht die lange Lebensspanne der Elfen, sondern werden meist nicht älter als 200 Jahre, doch kennen auch sie keinerlei Altersbeschwerden.

Die Lebensweise der Halbelfen, ihre Sprache und ihr Glaube richtet sich ganz danach, ob sie unter Menschen oder Elfen aufwachsen und ist je nachdem elfischer oder menschlicher Ausprägung. Beteiligen sich beide Elternteile an der Erziehung, so übernimmt das Kind beide Kulturen in unterschiedlich starker Ausprägung. Dies kommt jedoch nur sehr selten vor, da dauerhafte Bindungen zwischen Menschen und Elfen so gut wie nie vorkommen. So bleibt meist eines der Elternteile mit dem Kind allein zurück.

Halbelfenkinder bleiben ihr Leben lang Wanderer zwischen den Welten. Diese Gradwanderung gelingt nicht immer, so dass viele Halbelfen nicht recht wissen, wo sie hingehören und die Ablenkung im Abenteuer suchen. Wo ein Halbelf sich jedoch auf seine Abstammung einlässt und mit ihr zu leben lernt, kann er sich das Beste aus beiden Welten heraussuchen und so zum wertvollen Vermittler zwischen Menschen und Elfen werden. Halbelfen, deren Eltern zusammengeblieben sind, gelingt dies häufiger und besser als Kindern, die nur von einem Elternteil aufgezogen wurden.


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Geschichte
Die ersten Zwerge erschienen etwa zur gleichen Zeit wie die ersten Menschen, nachdem Baal besiegt und nach Taros zurückgedrängt worden war, weswegen sie in ihrer Jugend nicht mit Baal oder seinen Schergen in Kontakt kamen. Die großen Kriege zwischen Taros einerseits und den Elfen und Drachen andererseits kennen sie nur aus Legenden, weswegen der Hass auf dieses Land bei ihnen nicht so tief verwurzelt ist. Andererseits hat Baal aber nie versucht, eine größere Anzahl der Zwerge zu verführen (einzelne unterlagen / unterliegen dennoch seinem Bann).



Es gibt also kein Volk von Dunkel- oder Schwarzzwergen. Der Legende nach wurde der erste Zwergenkönig Dain Hammerfaust vom Gott Mahal, in dem einige Zwerge eine Erscheinungsform Paladins erkannt haben wollen, aus einem Brocken Eisenerz und den Granitfelsen der Zwergenberge geformt. Die ersten Zwerge lebten in natürlichen Höhlen und Gängen nahe ihrem Ursprungsort und begnügten sich noch damit, sich an der Schönheit der Erz- und Kristalladern in den Bergen zu erfreuen, ohne sie abzubauen. Ihren Lebensunterhalt bestritten die Zwerge in ihrer Jugend durch die Jagd und das Sammeln essbarer Pflanzen. Erst ungefähr zu der Zeit, als die Lichtelfen Sha’Nurdra gründeten, begannen die Zwerge, Stollen gezielt in die Berge zu treiben; in dieser Zeit begannen sie auch, erste Fertigkeiten im Schmiedehandwerk und Bergbau zu entwickeln. Weit verbreitet ist der Glaube, dass Mahal selbst, nachdem er gesehen hatte, dass die Zwerge den Überlebenskampf in ihren rauen Bergen gut meisterten, seinen Kindern das Schmieden beigebracht hat. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte brachten die Zwerge es in ihren angestammten Handwerken, der Schmiedekunst in allen Ausrichtungen, dem Bergbau und dem Baugewerbe, zu unübertroffener Meisterschaft, so dass die besten Schmiedearbeiten auch heute noch aus ihren Minen und unterirdischen Städten kommen. Diese unterirdischen Städte wurden ständig erweitert und entfernten sich immer mehr von bloßen Stollen und Minen, bis die Zwerge in prächtigen, von unzähligen Fackeln und Lampen erhellten Sälen und Kammern lebten. Nach ihrem ersten Kontakt mit den Menschen erlernten die Zwerge die Landwirtschaft und begannen, im Zwergenreich auch überirdisch zu siedeln.

Aussehen und Wesen
Zwerge sind klein, meist kleiner als anderthalb Meter, dabei aber sehr stämmig und kräftig gebaut. An Körperkraft stehen sie den stärksten Menschen in keinster Weise nach, dementsprechend muskulös sind Oberkörper und Arme – meist auch noch zusätzlich gestählt durch die harte Arbeit in den Schmieden und Minen. Allerdings neigen Zwerge im Alter ein wenig zur Beleibtheit. Die meisten Zwerge haben sehr kräftiges, buschiges Haupthaar, häufig in Rot- und Brauntönen, buschige Augenbrauen und kleine, funkelnde Augen, wobei die Farben Schwarz und Blau vorherrschen. Die Männer haben außerdem prächtige Bärte, die nicht gestutzt werden und deshalb mit den Jahren eine beeindruckende Länge bekommen können. Haupt- und Barthaare werden sorgfältig gepflegt und oft zu kunstvollen Zöpfen geflochten, die von goldenen oder silbernen Ringen feinster Schmiedearbeit gehalten werden. Der Bart ist der ganze Stolz eines Zwergenmannes, und er kann es nur schwer ertragen, wenn er durch widrige Umstände einen Teil davon einbüßt. Durch die unterirdische Lebensweise sind die Augen der Zwerge gut an Dunkelheit angepasst, während das Gehör weniger gut ausgeprägt ist – manche behaupten, das läge am ständigen Lärm in den Schmieden. Ein weiteres Merkmal der Zwerge ist ihre Robustheit. Zwerge ermüden bei schwerer körperlicher Arbeit und auch in Kämpfen wesentlich langsamer als Menschen oder gar die zierlichen Elfen, was vermutlich an ihrem starken Knochenbau und den überaus festen Muskeln liegt. Ebenso legendär ist aber auch die Trinkfestigkeit der Zwerge. Sie können zu jeder Mahlzeit unglaubliche Mengen Bier oder Schnaps verdrücken und dennoch bei relativ klarem Verstand bleiben. Auf dem ersten Blick gegensätzlich dazu mag es scheinen, dass Zwerge überaus geschickt mit ihren Händen sind und selbst feinste mechanische Arbeiten noch mühelos und mit großer Genauigkeit und Geduld ausführen können.

Die meisten Zwerge erreichen ein hohes Alter, in der Regel 300 bis 400 Jahre, aber es gibt auch einzelne legendäre Zwerge, die die 700 Jahre überschritten haben. Solchen erfahrenen und weisen Zwergen wird große Ehrerbietung entgegengebracht. Da es bei den meisten Zwergensippen weniger Frauen als Männer gibt, sind Kinder weniger häufig als bei den Menschen. Eine Schwangerschaft der Zwerge dauert im Schnitt 7 Monate, Zwillingsgeburten sind relativ häufig. Im Alter von ungefähr 20 fängt ein Zwerg seine Lehre entweder bei seinen Eltern oder anderen nahen Verwandten im traditionellen Handwerk seiner Familie an. Die Kindheit der Zwerge dauert offiziell bis zum 35. Lebensjahr, in dem die Reifeprüfung abgelegt wird. Wie diese aussieht, kann je nach Sippe sehr verschieden sein, meistens gehört aber das Schmieden eines besonderen Werkstückes dazu. Kinder sind den Zwergen heilig, weswegen sie recht große Narrenfreiheit genießen und lediglich von den gefährlichen Stellen wie Schmelzöfen ferngehalten werden. Die Zwerge sind sehr geduldig mit ihren Kindern, solange sie sich nicht in Gefahr begeben; der Schutz der Nachkommenschaft geht in jedem Fall vor. Nach der Reifeprüfung sind die Jungzwerge allerdings lediglich die jüngsten Erwachsenen der Sippe, die noch keine großen Taten oder Erfahrungen aufweisen, und genießen dementsprechend weniger Respekt als Ältere. Frühestens in einem Alter von 50 bis 75 Jahren denken Zwerge daran, selbst eine Familie zu gründen, schließlich ist es wichtig, vorher für eine gesicherte Existenz gesorgt zu haben. Ab einem Alter von ungefähr 250 Jahren ziehen die meisten Zwerge sich aus der aktiven Ausübung ihres Handwerkes zurück und widmen sich eher der Unterweisung der jüngeren Sippenmitglieder.

Zwerge führen innerhalb ihrer Minen ein recht geselliges Leben. Der Zusammenhalt in den Sippen ist groß, und man trifft sich gerne am prasselnden Kaminfeuer, bei einem guten Krug Bier oder Schnaps und reichhaltiger, deftiger Hausmannskost. Schlemmen und trinken tun Zwerge nämlich äußerst gerne, und am liebsten in großer Runde. Kommt es zu vorgerückter Stunde – nachdem alle Bierkrüge abgeräumt und in Sicherheit gebracht wurden – zu einer Prügelei, gilt das als Bereicherung des Abends. Da der Humor der Zwerge eher polternder und lauter Art ist, hallen die Säle nicht selten vom tiefen, herzhaften Lachen wieder. Zwerge gelten als gradlinig – von diplomatischen Ränkespielen und zweideutigen Reden halten sie nichts, sondern sie schätzen es, wenn ihr Gegenüber offen zeigt und ausspricht, was es denkt. Hinterhältigkeit oder Verschlagenheit sind Eigenschaften, die ein Zwerg zutiefst verachtet. Genauso wenig versteckt ein Zwerg die eigenen Gefühle oder Launen, so dass das Bild des ewig grummelnden Zwergen ebenso legendär wie unzutreffend ist. Aber diese Gradlinigkeit führt auch dazu, dass viele Zwerge der Magie nichts abgewinnen können, da sie sie – sicher nicht ganz zu Unrecht – für unberechenbar und hinterhältig halten.

All dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Zwerge äußerst entschlossene und fähige Kämpfer sind, ja, dass sich ihr Kampfesmut mitunter zu einer wahren Lust am Kämpfen steigern kann. Dabei sind sie ohne Zögern bereit, das eigene Leben für die Sicherheit von Freunden und Familie in die Waagschale zu werfen. Wer einen Zwergen zum Verbündeten hat, kann sich äußerst glücklich schätzen, denn die zweite herausragende Eigenschaft der Zwerge, ihre Standhaftigkeit, macht sie zu überaus treuen Freunden. Zwar binden sich Zwerge niemals leichtsinnig und unbedacht an andere Wesen – dies gilt auch in Liebesangelegenheiten – wenn jedoch, so ist dies in der Regel eine ernste Sache, die für den Rest des Lebens gilt.

Kultur, Religion und Sprache
Die angestammte Lebensweise der Zwerge ist unterirdisch in Minen und unterirdischen Städten, obwohl es im Zwergenreich auch Zwerge gibt, die überirdisch leben und Landwirtschaft betreiben. Die Kunst, aus dem Gestein der Berge die prächtigsten Höhlensäle und Kammern herauszuhauen, haben die Zwerge zu unereichter Meisterschaft gebracht, und wer die großen, von mächtigen Säulen getragenen, hell erleuchteten Hallen unter den Bergen je betreten hat – eine Ehre, die nur äußerst wenigen Nichtzwergen je zuteil wird – wird diesen Anblick sicher nie vergessen. Wichtiger Bestandteil eines jeden Raumes, egal ob es sich um einen riesiger Thronsaal oder eine Schlafkammer handelt, ist der Kamin, in dem fast immer ein prasselndes Feuer brennt. In diesen Städten, die enorme Ausmaße annehmen können, leben oft mehrere Sippen zusammen. Regiert werden sie von den Bergkönigen, die häufig von einem Rat unterstützt werden und direkt dem Hochkönig der Zwerge in Kurbul unterstehen.

Neben der Bergbaukunst ist die Schmiedekunst unter den Zwergen am weitesten verbreitet. Die besten Waffen, Rüstungen und Werkzeuge, aber auch die kunstfertigsten Schmuckstücke kommen aus ihren Schmieden. Wenn Zwerge mit diesen Meisterstücken handeln, erweisen sie sich häufig als sehr geschäftstüchtig. Mit den angestammten Handwerken der Zwerge einher geht ein äußerst feines Gespür für Zahlen und Formeln, so dass Zwerge auch die besten Mechaniker stellen.

Zwerge sind ihren Familien eng verbunden. Die erste Treue eines Zwergen gilt seiner Familie, dann kommt die Sippe und das Bergkönigreich. Das wichtigste Ritual, das ein Zwerg durchläuft, ist die Reifeprüfung mit 35, denn danach gilt er als vollwertiges und vollverantwortliches Mitglied der Sippe, kann sein Handwerk selbstständig ausüben, um einen Lebenspartner werben und in den Rat des Bergkönigs berufen werden. Aber auch Hochzeiten und Kindsgeburten sind bedeutende Ereignisse, die mit ausgelassenen Festen gefeiert und mit Bier ausgiebig begossen werden.

Die Sprache der Zwerge, das Khuzdul, ist stark konsonantenbetont und klingt dunkel und leicht grollend und in den Ohren anderer nicht übermäßig musikalisch. Im Khuzdul gibt es natürlich überaus genaue und fein unterschiedene Begriffe in allen Bereichen, die die Lebenswelt der Zwerge unter den Bergen betreffen, dafür ist sie in anderen Dingen manchmal so ungenau, dass bestimmte Dinge im Khuzdul nur schwer erklärt werden können. Deshalb hat Khuzdul zu Unrecht den Ruf, eine undifferenzierte, einfache Sprache zu sein. Die Grammatik des Khuzdul ist ausgefeilt, aber regelmäßig, fast schon mathematischen Gesetzen folgend. Die Schrift des Khuzdul besteht aus Runen, die sich besonders gut eignen, in Stein gemeißelt zu werden. Geschwungene oder gebogene Linien gibt es also hier nicht.

Der Glaube an Götter oder irgendeine höhere Macht ist bei den Zwergen meist weniger stark ausgeprägt. Zwar erkennen die meisten Mahal als ihren Schöpfer und Lehrmeister an und bringen ihm deswegen auch großen Respekt und eine gewisse Verehrung entgegen, doch ausdrückliche Frömmelei ist ihnen eher zuwider. Das Leben nach dem Tod stellen sich viele Zwerge als Festmahl an Mahals Tisch vor. Eine wichtige Rolle spielt bei Zwergen auch die Verehrung und Hochachtung des Alters. Da die Alten die meiste Erfahrung und Weisheit und das größte Wissen haben, gebührt ihnen der Respekt aller.

Da Zwerge meist ihr Leben lang in den Bergen bleiben, sind sie anderen Rassen gegenüber vorsichtig und eher misstrauisch. Das schlechte Verhältnis zu den Elfen, die in vielen Belangen die absoluten Gegensätze zu den Zwergen darstellen, ist geradezu legendär. Doch auch ein Mensch oder sogar ein Elf kann in einem Zwerg einen treuen Freund finden, wenn er sein Vertrauen erlangen kann. Den Orks gegenüber empfinden die allermeisten Zwerge aber eine tiefe Feindschaft, die in die Zeit der ersten Orkkriege gründet, wo viele Zwerge zwischen die Fronten der kämpfenden Elfen und Orks gerieten und besonders von der Grausamkeit der Orks viel zu leiden hatten. Nur der abtrünnige Stamm des Umrix, der sich mit den Orks verbündete, handelt mit ihnen; dieser Stamm gilt aber bei allen anderen Zwergenstämmen als ehrlos und aus dem Hochkönigreich der Zwerge ausgeschlossen.


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Geschichte
Die ersten Orks erschienen kurz nachdem die ersten Elfen durch die Jagd durch Baal von Taros verschwunden waren. Da diese Elfen nie wieder auftauchten, wird angenommen, dass sie von Baal gefoltert und pervertiert wurden und dass auf diese Art die ersten Orks entstanden. Es gibt jedoch keine weiteren Beweise, die diese Theorie stützen. Die meisten Elfen sind aber von ihrer Richtigkeit überzeugt und die ersten Orks standen auch tatsächlich unter der Herrschaft und dem Kommando Baals.



Sie bekämpften die Elfen, wo sie konnten und trieben nicht selten recht grausames Spiel mit Gefangenen. Neben dämonischen Wesenheiten und Tiermenschen waren Orks in dieser Zeit der Hauptbestandteil der tarosischen Armee. Nachdem die Elfen durch den Krieg gegen Taros stark geschwächt und ins Land des Sommers ausgewandert waren, konnten die Orks sich in den weiten Wäldern auf Aylann ungehindert ausbreiten und richteten großen Schaden an. Erst das Auftauchen der ersten Drachen gebot ihnen begrenzt Einhalt, konnte ihren Vormarsch jedoch nicht endgültig stoppen.

Als nach der Rückkehr der Elfen nach Dragon die ersten Dunkelelfen die Reihen Baals verstärkten, wurden unter den Orks erstmals Stimmen laut, die die Unabhängigkeit von Taros forderten, denn mit der heimtückischen und hinterhältigen Art der Dunkelelfen konnten die Orks nicht viel anfangen. Doch solche Bestrebungen wurden von Baal recht effektiv und brutal im Keim erstickt, so dass oberflächlich gesehen die Orks auf seiner Seite blieben. Unterschwellig aber wurde die Unruhe immer größer.

Nachdem die vereinigten Drachen und Elfen Baal endgültig besiegt und seine Truppen nach Taros zurückgedrängt hatten, sah der Kriegshäuptling Roshzar der Orks seine Stunde gekommen. Mit einer großen Schar von Anhängern sagte er sich von Taros los, und viele Stämme folgten seinem Beispiel. Nur die Schwarzorks, die das Aschegebirge zwischen Taros und dem heutigen Orkischen Hochland bewohnen, sind auch heute stets bereit, für Baal in den Krieg zu ziehen. Roshzar kam jedoch nicht mehr dazu, die Orkstämme zu einem Staat zu vereinen, denn er wurde auf der Jagd von einem wilden Eber getötet. Danach fehlte ein Anführer, dem alle folgen konnten, und so blieben die Orks in einzelnen Stämmen organisiert, bis der Kriegshäuptling Karkush die Orks der westlichen Wälder des heutigen Dragonias einte und das Lager Nuru gründete.

Der Kampf gegen die Elfen, die jetzt in recht großer Zahl das heutige Dragonia besiedelten, dauerte jedoch an, und später kämpften sie auch gegen die ersten menschlichen Siedler, doch gelang es Königin Trahelia von Dragonia schließlich, die Orks zu vertreiben. Sie siedelten sich daraufhin im heutigen Orkischen Hochland an und hier konnte so etwas wie eine endgültige Einigung der Stämme unter einem Anführer erfolgen, doch war dieser Bund der Stämme eher locker, und auch heute noch sind die einzelnen Stämme weitestgehend unabhängig.

Im Orkland entwickelten sich einige Stämme der Orks weiter und passten sich den Lebensräumen an, die sie vorfanden. So entstanden die einzelgängerischen, bergbewohnenden Trolle, die kannibalisch lebenden Oger, die überwiegend waldbewohnenden Goblins und die Orks der Hochebenen, die heute das Bild des Orks bestimmen.

Aussehen und Wesen
Das Aussehen der Orks unterscheidet sich deutlich je nach Rasse. Gemeinsam ist allen der überaus kräftige Körperbau und das stark ausgebildete Gebiss mit den vorstehenden unteren Fangzähnen. Die Augen sind meist klein, stechend und von rötlicher oder gelblicher Farbe. Die Haut der Orks ist schuppig und sehr fest und bei den meisten Rassen grünlich, und ihre Arme sind recht lang im Vergleich zur Körperlänge, während die Beine meist eher kurz und etwas krumm sind. Die Finger sind mit schwärzlichen, klauenartigen Nägeln versehen. Die Frauen aller Orkrassen sind oft wesentlich kleiner und schwächer als die Männer. Die Kleidung ist meist aus dickem Leder und eher widerstandsfähig und bequem als schön oder kunstvoll gearbeitet. Orks haben bis auf die Trolle keinen Bartwuchs und kaum Haupthaar. Wegen ihrer großen Stärke sind fast alle Orks auch sehr ausdauernd.

Die steppenbewohnenden Orks der Hochlande sind im Schnitt etwa so groß wie Menschen, aber von überaus kräftigem Körperbau, so dass sie die meisten Menschen an Stärke übertreffen. Sie weisen die typische grüne Schuppenhaut auf, jedoch können die Schuppen so dunkel sein, dass sie bei schwachem Licht beinahe schwarz wirken. Dies ist besonders bei den Schwarzorks der Ascheberge der Fall.

Die waldbewohnenden Goblins sind meist von hellerem Grün, was ihnen im Wald eine recht gute Tarnung verschafft, und kleiner und sehniger als die meisten Menschen. Sie sind sehr gewandte Kletterer und flink und wendig, dafür aber nicht so kräftig gebaut wie die Steppenbewohner. Dennoch haben auch die Goblins eine große Körperkraft.

Oger sind meist zwei bis drei Meter groß und haben sehr spitze Zähne. Sie neigen sehr zur Fettleibigkeit und riechen nicht selten nach ranziger Butter, was ihre Anwesenheit recht frühzeitig verrät. Oger bewegen sich ziemlich plump und unbeholfen, können dabei aber trotzdem eine hohe Geschwindigkeit erreichen. Eine Eigenart der Oger ist es, die Ohren ihrer Feinde zu Halsketten zu verarbeiten. Besonders Elfenohren sind beliebt.

Trolle sind die größte aller Orkrassen. Sie werden häufig über vier Meter groß und haben keine grüne, sondern eine bräunliche, nur wenig geschuppte Haut. Im Gegensatz zu allen anderen Rassen der Orks haben Trolle lange, zottige Bärte und ebensolches Haupthaar, meist in brauner oder schwarzer Farbe, in das häufig Schmuck aus Knochen eingeflochten wird.

Orks haben im Schnitt eine etwas geringere Lebenserwartung als Menschen, sie beträgt etwa 60 Jahre. Schon recht früh in der Kindheit, etwa ab dem sechsten Lebensjahr, beginnt die Ausbildung im Kriegshandwerk, und die besten Krieger werden in Eliteeinheiten wie die Garde der Priester von Grasanu aufgenommen. Die weniger guten Krieger werden ab dem zehnten Lebensjahr außerdem in einem Handwerk, meist dem Schmiedehandwerk, unterwiesen. Mit 15 Jahren gilt ein Ork als erwachsen, kann auf Kriegszüge ziehen oder sein Handwerk selbstständig ausführen. Häufig muss der Ork jetzt jedoch eine Reifeprüfung ablegen, die meist gefährlich ist. Wer hier versagt, wird sein Leben als Bediensteter oder Ausgestoßener fristen müssen. Um eine Familie zu gründen, muss ein Ork schon eine Reihe besiegter Feinde aufweisen können, so dass dies meist nicht vor dem 20. Lebensjahr geschieht.

Orks neigen sehr zur Gewalttätigkeit und Grausamkeit, jedoch verabscheuen die meisten von ihnen Hinterlist und Heimtücke. Sie greifen offen und von vorne, ohne Taktik an. Außerdem sind die meisten Orks nicht allzu klug. Leidenschaft und Liebe zählen als Schwächen, die ein Krieger sich nicht leisten kann, und seine Stärke als Söldner zu verkaufen, wie die Schwarzorks dies hin und wieder tun, gilt vielen Stämmen als verachtenswert. Da Orks meist aber ihren Anführern treu ergeben sind, solange diese die nötige Stärke beweisen, werden sie ihnen folgen, sollten die Anführer beschließen, in einen Krieg einzugreifen. Die Freiheit als Krieger ist den Orks besonders wichtig, ebenso die Kameradschaft innerhalb einer Kriegergruppe. Verrat an einem Stammesangehörigen gilt als unverzeihlicher Frevel. Orkfeste sind laut und enden nicht selten in Schlägereien; Orkhumor ist polternd, grob und häufig unflätig. Überhaupt geht Orks jeglicher Sinn für Feinheiten ab.

Kultur, Religion und Sprache
Auch bei der Kultur muss zwischen den einzelnen Orkrassen unterschieden werden. Jedoch ist allen Orks ein recht strenges Kastensystem zu eigen. An oberster Stelle stehen die Krieger, denn die Orks leben allein nach dem Recht des Stärkeren. Dann folgen die Priester, Magier und Schmiede; andere Handwerker und Viehhirten stehen auf der untersten Stufe der Freien. Absolut rechtlos sind Ausgestoßene und Sklaven, die nicht selten unter erbärmlichsten Bedingungen noch unter den Kriegshunden der Orks leben.

Die Orks der Steppen leben als Nomaden und folgen den großen Wildherden. Stämme von vielleicht 50 Orks leben in mobilen Dörfern aus dicken Lederzelten, die rasch auf- und abgebaut werden können. Das Leben in Städten und festen Häusern gilt als verweichlicht und ist etwas für Schwächlinge. Auch in Trashok, der Stadt des orkischen Oberhäuptlings, und in der Tempelstadt Grasanu gibt es nur wenige befestigte Gebäude: Die Festung und Halle des Häuptlings und die Tempel. Die meisten Orks halten sich nur vorübergehend in den Städten auf und leben auch dann in ihren Zelten.

Die Goblins leben in kleinen Sippen vor allem im Orkwald. Ihre Behausungen sind recht primitiv und bestehen eigentlich nur aus zerbrechlichen Hütten, die aus Zweigen und Blättern geflochten wurden. Es gibt nur wenige Handwerker unter den Goblins. Hauptsächlich leben sie von der Jagd. Es kommt aber nicht selten vor, dass Goblins für die Steppenorks als Späher und Kundschafter arbeiten. Entlohnt werden sie dann mit den begehrten Metallwaffen, die die Steppenorks anfertigen. Von allen Orks sind die Goblins außerdem die besten Gerber und Kürschner.

Oger leben meist in der Gegend um den Ogerberg in kleinen Familien von drei bis fünf Personen zusammen. Von allen Orkrassen sind die Oger außerdem wohl die primitivsten. Sie bauen keine Häuser, Hütten oder Zelte und kleiden sich häufig in ungegerbte Felle. Sie hausen in natürlichen Höhlen, vor die sie allenfalls einen Vorhang aus Leder hängen. Handwerklich sind Oger nicht sehr begabt. Die Waffen, die sie selbst herstellen, sind dementsprechend eher plump, aber dennoch effektiv, da die Oger sie mit der nötigen Körperkraft führen können. Oger leben kannibalisch: sie verzehren das Fleisch ihrer Feinde, weshalb sie bei allen anderen Völkern berüchtigt sind.

Trolle leben als Einzelgänger hoch in den Gebirgen des Orklandes in Höhlen oder Blockhütten, die meist mit Fellen und einfachen Möbeln eingerichtet sind. Sie leben von der Jagd und den Pflanzen, die sie finden, jedoch nennt auch manch ein Troll eine kleine Herde Bergziegen und einen Bienenstock sein Eigen, von denen er Milch, Honig und Käse gewinnt. Trolle sind von allen Orkrassen wohl die Klügste, und sie neigen weit weniger zur Gewalttätigkeit. Dennoch sollte man sich hüten, einen Troll zu reizen. Die Religion der Orks ist ebenfalls von einer gewissen Gewalttätigkeit. Ihr oberster Gott ist Shagoroth, der Gott des Krieges und der Jagd, doch verehren und fürchten die Orks auch eine Vielzahl anderer Götter, die alle den eher düsteren Seiten des Lebens gewidmet sind, so zum Beispiel Luthic, Göttin des Mondes, des Blutes und des Schmerzes. Blutopfer sind an der Tagesordnung, und grade Shagoroth werden nicht nur Tiere, sondern auch Sklaven und Kriegsgefangene in blutigen Ritualen geopfert. Außerdem gilt es unter jungen Orkkriegern als Zeichen ihrer Ergebenheit, sich selbst schmerzhafte Wunden zu Ehren Shagoroths zuzufügen. Die Sprache der Orks ist rau und unmusikalisch. Wer es nicht von klein auf gewohnt ist, sie zu sprechen, bekommt schon häufig beim Versuch, die vielen unterschiedlichen Kehllaute nachzubilden, Halsschmerzen. Die Grammatik und das Vokabular jedoch sind eher einfach, so dass es nicht allzu schwer ist, diese Sprache zu erlernen. Orks werden von allen anderen Rassen mit Misstrauen betrachtet. Besonders mit den Waldelfen und den Zwergen sind sie verfeindet. Menschen halten sie für schwächlich und weich, Drachen und Dunkelelfen für heimtückische Wesen ohne Ehre.


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Geschichte
Etwa zur Zeit der Reichsgründung Dragonias tobten auf den Nordlanden Kriege zwischen den einzelnen Stämmen der Nordleute. Aus diesen Auseinandersetzungen ging ein eindeutiger Sieger nie hervor, doch nach langen Jahren gelang es einem der Stämme, einen entscheidenden Vorteil durch die Einnahme einer wichtigen Festung zu erlangen. Die Feste war durch den Verrat eines Barons an seiner damaligen Königin Signy gefallen, und nur die Königin, selbst eine erfahrene Kämpferin, konnte mit einigen ihrer Edelfrauen fliehen.



Die Frauen zogen sich in eine gut befestigte Burg in den Bergen zurück, doch seit jenem Tag war die Königin geradezu besessen von einem Hass auf alle Männer – hatte doch ein Mann sie verraten und viele ihrer besten Krieger und Kriegerinnen dem Tode oder der Gefangenschaft ausgeliefert. Bei ihrer Verteidigung vertraute Signy nur noch anderen Frauen, und von den vielen Flüchtlingen, die in der nächsten Zeit ihre Stellung erreichten, wurden nur die Frauen vorgelassen, alle Männer jedoch abgewiesen.

In den nächsten Wochen und Jahren bildete Königin Signy ihre Frauen zu mutigen und starken Kämpferinnen aus; alle waren ihr treu ergeben und untereinander bildeten sie eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Gemeinschaft kämpfender Frauen, die sich von den Männern gänzlich losgesagt hatten, fand großen Zuwachs, so dass nach dem Abklingen der Kämpfe bald weitere Niederlassungen gegründet wurden. In ihrer Lebensweise unterschieden die Kämpferinnen sich so sehr von allen anderen Menschen, dass sie bald als eigenständiges Volk angesehen wurden, das den Namen Amazonen erhielt.

In der Folgezeit breiteten Stämme der Amazonen sich über alle Kontinente aus, und ihre Lebensweise passte sich den jeweiligen Gegebenheiten an, so dass es heute unter den Amazonen fast so viele unterschiedliche Kulturen gibt wie unter den Menschen. Auf Aylann wurden die ersten Amazonen während der dunklen Jahre gesehen, und es gibt Gerüchte, dass ein Stamm schwarzer, dem Baal untertäniger Amazonen in Taros existiert. Sogar im undurchdringlichen Dschungel Isuas soll es einen Amazonenstamm geben. Bis heute ist jedoch allen Amazonenstämmen gemeinsam, dass sie eine Gemeinschaft allein aus Frauen sind.

Aussehen und Wesen
Amazonen sind im Schnitt etwas größer als Menschenfrauen und meist kräftiger im Körperbau. Die nordische Herkunft zeigt sich noch heute darin, dass blonde oder rötliche Haare, blaue Augen und eine relativ blasse Hautfarbe vorherrschend sind, jedoch ist durchaus auch jede andere Haar- und Augenfarbe zu finden. Durch das harte Kampftraining, das alle Amazonen ab ihrer frühen Jugend durchlaufen, sind ihre Körper muskulös und können bisweilen etwas unweiblich erscheinen. Die Sinne und Instinkte der Amazonen sind in allen Bereichen des Kampfes besonders scharf ausgeprägt, besonders ihr Gespür für versteckte Gefahren und Fallen aller Art. Amazonen sind ausdauernd, und da in ihrer Ausbildung in den meisten Stämmen großer Wert auf den Kampf zu Pferde gelegt wird, sind sie oft auch gute Reiterinnen. Amazonen bevorzugen praktische Kleidung, die im Kampf nicht behindert, und lassen sich nur in Ausnahmefällen dazu herab, Kleider oder Röcke zu tragen. Die normale Tracht, abgesehen von der Rüstung, sind Jagdhosen und Waffenröcke, dazu hohe Reiterstiefel. Da auch Amazonen aber nicht frei von einem gewissen Sinn für das Schöne sind, legen sie Wert auf eine ausgezeichnete Verarbeitung ihrer Kleidung und sind auch Verzierungen wie goldenen Knöpfen oder feinen Stickereien nicht abgeneigt. Die bevorzugten Rüstungen der Amazonen sind entweder das halblange Kettenhemd oder eine knappe, die Körperform betonende Eisenbrünne.

Amazonen durchlaufen den gleichen Lebenszyklus von Geburt und Tod wie die Menschen und werden im Schnitt etwa 80 Jahre alt, jedoch sind sie meist bis ins hohe Alter hinein rüstig und kräftig; viele Gebrechen, die die Menschen im Alter erleiden, sind ihnen unbekannt. Die Ausbildung einer Amazone beginnt schon im frühen Alter, ungefähr ab dem zehnten Lebensjahre, und ist hart und streng, denn das Ideal der perfekten Kämpferin ist hoch. Zunächst gilt die heranwachsende Amazone als Schülerin und folgt einem geregelten Tagesablauf. Gelehrt werden nicht nur unterschiedliche Waffenkünste, sondern häufig auch Lesen und Schreiben sowie die Geschichte des eigenen Volkes. Mit dem Erreichen des 15. Lebensjahres jedoch steigt die junge Frau zur Knappin einer älteren Amazone auf und wird nun von ihr persönlich unterwiesen; dafür ist die Knappin der Älteren in vielen Angelegenheiten zu Dienste. Je nach Fortschreiten der Ausbildung wird die Knappin dann im Alter von 18 bis 20 Jahren in den Kreis der erwachsenen Amazonen aufgenommen.

Amazonen sind sehr selbstbewusst und stolz, neigen bisweilen aber auch zur Starrköpfigkeit oder Unnachgiebigkeit oder sogar Arroganz. Untereinander sind sie meist offen und gesellig, doch nach außen hin, Fremden und besonders Männern gegenüber neigen Amazonen dazu, verschlossen und eher kühl aufzutreten. Nur äußerst ungern geben sie Gefühle in der Öffentlichkeit preis und selbst guten Freunden gegenüber fällt es ihnen häufig schwer, mehr als einen flüchtigen Blick auf ihre Emotionen zuzulassen. Jedoch sind Amazonen auch gradlinig und ehrlich und ihren Freunden gegenüber treu. Die wichtigste Eigenschaft der Amazonen mag aber vielleicht ihre Ehrhaftigkeit sein. Die Ehre im Kampf ist ihnen das Wichtigste; Verrat gilt als eins der schwersten, wenn nicht das schwerste Verbrechen, dass begangen werden kann. Dementsprechend reagieren sie auch mit gnadenloser Härte darauf.

Kultur, Religion und Sprache
Die Lebensart der Amazonen hängt stark von dem jeweiligen Gebiet ab, in dem ein Stamm siedelt, doch gibt es einige Gemeinsamkeiten alle Stämme. So leben die Amazonen meist in befestigten Burgen oder ähnlichen Anlagen und unter sich. In diesen Ansiedlungen leben keine Männer. Auch wenn der Hass auf sie längst nicht mehr so fanatisch ist wie zu Zeiten Signys, so sind und bleiben Amazonen eine reine Frauengesellschaft, in der Männer eher nicht erwünscht sind. So ist auch unter den Amazonen die gleichgeschlechtliche Liebe recht häufig, und die Heirat zweier Amazonen ist nicht selten und ein Fest, das ausgelassen gefeiert wird. Einige Stämme praktizieren den Brauch, einmal im Jahr die umliegenden Dörfer zu überfallen und deren Männer zum Zwecke der Fortpflanzung zu entführen. Die Männer werden danach meist wieder frei gelassen. Aber diesem Brauch gehen längst nicht mehr alle Amazonen nach; es gibt sogar einige, die eine dauerhafte Liebesbeziehung zu einem Mann aufgebaut haben. Dies wird aber meist nicht gern gesehen im Stamm. Bei den Raubzügen werden im Übrigen nicht selten auch junge Mädchen entführt, die eine besondere Begabung für die Kriegskunst zeigen. Von den Kindern, die den Amazonen geboren werden, werden häufig nur die Mädchen behalten und im Stamm aufgezogen; aber es machen sowieso die Mädchengeburten fast drei viertel aller Geburten aus. Nur in den abgelegensten und konservativsten Stämmen werden männliche Säuglinge sofort nach der Geburt getötet oder ausgesetzt. Die meisten Amazonen geben diese Kinder zur Pflege bei menschlichen Zieheltern, und in manchen Stämmen ist es den Müttern sogar erlaubt, Kontakt zu ihren Söhnen zu haben. Das Leben innerhalb der Amazonensiedlungen ist meist recht straff organisiert und vom Kriegshandwerk geprägt. Besonders auf das regelmäßige Kampftraining wird großen Wert gelegt. Viele Amazonenstämme kennen übrigens keine Bediensteten; sogar die Anführerinnen erledigen alle Arbeiten, die im Haushalt, bei der Waffenpflege und im Stall anfallen, selbst. Wegen ihrer Gradlinigkeit haben die Amazonen ähnlich wie die Zwerge oft Schwierigkeiten, mit den Elfen auszukommen; Dunkelelfen verabscheuen sie besonders. Und grade in den Regionen, wo die Amazonen noch Überfälle auf umliegende Dörfer praktizieren, sind Amazonen von den Menschen gefürchtet.

Eine einheitliche Religion gibt es auch bei den Amazonen nicht mehr, obwohl viele Stämme noch immer den alten nordischen Göttern wie Freya, Thor und Wotan anhängen und im Jahresverlauf deren Feste feiern. Eine besondere Bedeutung erlangt dabei die Zeit nach der Wintersonnenwende, wo das wichtigste Fest des Jahres traditionell mit einem üppigen Festmahl begangen wird.

Ebenso gibt es bei den Amazonen keine einheitliche Sprache mehr, seit sich die Stämme über ganz Dragon ausbreiteten, sondern die einzelnen Stämme sprechen die Sprache, die auch von den Menschen in ihrer Nachbarschaft benutzt wird. Jedoch sind viele Stämme so traditionsbewusst, dass im Unterricht die Sprache der Nordlande, wo die Ursprünge der Amazonen liegen, gelehrt wird.


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Herkunft, Wesen und Aussehen
Von den Manawäldern in Aramon und dem Manabaum ausgehend durchziehen die Ströme der Magie ganz Dragon. Grundsätzlich ist fast jedes denkende Wesen in der Lage, mit der richtigen Unterweisung diese Magie für sich zu nutzen. Seit der Jugend der Menschen werden jedoch immer wieder Kinder geboren, deren Gespür für die Kräfte der Magie besonders ausgeprägt ist.



Woran dies liegt, ist unbekannt, doch meist tragen diese Kinder schon von Geburt an ein Merkmal, dass sie von anderen unterscheidet, jedoch nur der Kundige wird es erkennen, wie beispielsweise eine außergewöhnliche, leuchtende Augenfarbe oder ein Geburtsmal in Form eines Pentagramms.Diese Kinder mit der außerordentlichen Begabung für die Magie werden Druiden der ersten Generation genannt. Abgesehen von diesem Mal jedoch erscheinen Druiden wie Menschen – vielleicht etwas größer und schlanker im Schnitt als diese, aber sonst nicht zu unterscheiden. Eine weitere Eigenart der Druiden ist ihre Unsterblichkeit; meist zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr stoppt, bedingt durch die magischen Einflüsse, denen Druiden ausgesetzt sind, der Alterungsprozess. Ins Reich der Legende hingegen zu verweisen ist, dass Druiden keine Kinder zeugen und gebären können. Nur ob das Kind auch ein Druide wird, scheint völlig dem Zufall unterworfen zu sein, so dass viele Druiden mit nicht-druidischen Partnern sich entscheiden, keine Kinder zu bekommen. Eine Ausnahme besteht jedoch, wenn beide Eltern Druiden sind. Dann wir auch das Kind in den allermeisten Fällen druidische Begabung aufweisen. Sie sind Druiden der zweiten Generation und haben sich durch die Einflüsse der Magie so weit von ihren menschlichen Wurzeln entfernt, dass sie als eigenes, unabhängiges Volk gelten.

Im Laufe der Kindheit und Jugend der Druiden häufen sich meist Ereignisse, die die Bestimmung des Druiden bestätigen. Besonders in Zeiten großer Gefühle oder großer Gefahr bricht die Magie sich ihre Bahn, was je nach Veranlagung und Interessen des Druiden die unterschiedlichsten Formen annehmen kann. Da die Magie beim ersten Male stets spontan und ungelenkt auftritt, ist dies auch nicht selten von Erscheinungen wie kleinen Lichtblitzen oder plötzlichen Windstößen begleitet. Oft wissen die heranwachsenden Druiden der ersten Generation nicht, was dies zu bedeuten hat – und auch ihre Freunde und Familien bringen meist wenig Verständnis dafür auf. In vielen Völkern der Menschen werden auch Druiden der ersten Generation schon als eigene, nichtmenschliche Rasse angesehen, so dass menschliche Eltern, deren Kind sich als Druide erwiest, mit Entsetzen und Widerwillen reagieren. Daher kommt es, dass viele Druiden der ersten Generation recht isoliert aufwachsen und schnell das Elternhaus verlassen, um ihren eigenen Weg in der Welt zu suchen; vielleicht kommt auch von dieser Ablehnung, der viele Druiden in ihrer Jugend begegnen, der Hang zur dunklen Seite der Magie, der bei vielen von ihnen zu finden ist. Wie sich die Fertigkeit, die Magie zu beherrschen, entwickelt, hängt aber ganz davon ab, ob sich jemand, meist ein älterer, erfahrener Druide findet, der den Jüngeren darin unterweist. Deshalb gibt es trotz ihrer hohen Begabung auch Druiden, die keine oder nur wenige Zauberformeln und Rituale wirklich beherrschen.

Die Druiden der zweiten Generation wachsen mit dem Wissen um ihre Herkunft und magische Begabung auf, so dass sie häufig schon früh lernen können, mit diesen Kräften umzugehen. Auch stoßen sie in ihrer Jugend, da sie unter Gleichartigen aufwachsen, häufig nicht auf die Ablehnung, die die Druiden erster Generation erfahren müssen. Druiden der zweiten Generation sind deshalb häufig besser ausgebildet und im Gemüt ausgeglichener.

Druiden sind von ihrem Wesen her oft leidenschaftlich, häufig auch nicht gänzlich frei von Machtgier und Ehrgeiz. Ihre Ziele verfolgen sie oft unerbittlich und ungeachtet irgendwelcher Hindernisse. Beziehungen mit Druiden können schwierig sein, da sie zur Eifersucht neigen, jedoch würden sie für Freunde und erst recht Geliebte alles tun. Einen Druiden zum Feind zu haben, kann schrecklich sein, denn sie vergeben nur langsam. Seltsamerweise trifft dies vor allem auf Druidinnen zu; männliche Druiden haben häufig eher ein ausgeglicheneres, ruhigeres Wesen. In den meisten Druiden ist allerdings eine große Ehrfurcht für die Natur tief verwurzelt. Demnach kennen viele Druiden sich auch sehr gut mit den verschiedenen Pflanzen aus und daher kommen auch die großen Fähigkeiten, die viele von ihnen im Bereich der Heilkünste haben.

Kultur, Religion und Sprache
Die meisten Druiden leben eher einzelgängerisch und zurückgezogen. Die Gesellschaft von Tieren oder Bäumen ist ihnen oft lieber als die anderer denkender Wesen. In dem Zusammenhang haben die Druiden auch viele Rituale entwickelt, die mit der Natur zusammenhängen. Besonders bestimmte Pflanzen wie Eichen und Misteln gelten als heilig und hochwirksam für so manche magische Anwendung. Ebenfalls weit verbreitet unter den Druiden ist die Verwendung unterschiedlicher Steine und Halbedelsteine, denen heilende oder magische Kräfte zugesprochen werden.

Da Druiden aus den unterschiedlichsten Kulturen der Menschen kommen, können auch die Rituale einzelner Druiden stark voneinander abweichen. Die meisten Druiden kommen jedoch aus Aramon, aus der Gegend um den Manawald, da hier die Magie Dragons am stärksten ist. Die Druiden vom Manawald kennen eine Reihe von Ritualen und Festen, die sich mit dem Laufe der Jahreszeiten beschäftigen, wie zu Zeiten der Sonnenwenden und der Tag- und Nachtgleichen. Dazu kommen Initiationsriten bei der Aufnahme junger Druiden; zunächst die niedere Weihe und nach frühestens drei Jahren, wenn der junge Druide lernwillig und fleißig war, die endgültige Initiation, bei der den Jungdruiden auch die wichtigsten Geheimnisse der Druidenschaft offenbart werden. Druiden geben ihr Wissen dabei in den allermeisten Fällen mündlich weiter. Sehr sorgsam wird geprüft, wem welche Geheimnisse mitgeteilt werden; auch das Verschweigen ihres Wissens ist für Druiden eine Art der Machtausübung. Viele der druidischen Rituale beschwören die heilenden oder wilden, ungebändigten Kräfte der Natur. Auf diese Kräfte gründet sich auch die Religion vieler Druiden, die die Verehrung eines einzelnen Gottes meist ablehnen. Wenn Druiden überhaupt personifizierte Gottheiten anbeten, dann stets mehrere, die unterschiedlichen Aspekten der Naturgewalten und Jahreszeiten entsprechen. Viele Druiden glauben außerdem an die Wiedergeburt, sollten sie durch Krankheit oder Gewalt zu Tode kommen. Aus diesem Grunde beschäftigen sie sich eingehend mit der Ahnenforschung, um Aufschlüsse über die Zyklen von Tod und Widergeburt zu erhalten.

Auch von den Druiden wird berichtet, dass sie Rituale der Seelenbindung kennen, ähnlich denen der Waldelfen, doch scheint die Art, wie diese Bindung entsteht, eine gänzlich andere zu sein, die auf der Kraft des Blutes, nicht des Seelenliedes beruht und daher auch unfreiwillig eingegangen werden kann. Ein echtes Gedankenlesen ermöglicht aber auch dieses Ritual nicht; aufgrund der Magie, durch die es entsteht, ist auch das Gespür für den Partner nicht im gleichen Maße ausgeprägt wie beim Sala’amasandra. Der Tod des Einen zieht hier nicht zwangsläufig den Tod des Anderen nach sich, so dass es sich wohl nicht um eine echte Seelenverschmelzung wie bei den Elfen handelt.


nach oben Drachen


Geschichte
Die ersten Drachen sollen in den Drachenbergen entstanden sein, als Draak, der Drachengott feurige Tränen über den Verrat Baals weinte. Eine dieser Tränen fiel in einen Bergsee und gebar den ersten Wasserdrachen, eine verbrannte einen Bergwald und daraus ging der erste Erddrache hervor, und eine vereinte sich mit einem Lavastrom aus einem der vereinzelten Vulkane und so entstand der erste Feuerdrache. Eine weitere Träne traf auf das Gestein der Berge und legte eine Ader silbernen Erzes frei. Aus dieser Vereinigung ging der erste Edeldrache hervor.



Die neuen Geschöpfe wuchsen nur langsam, und so waren sie immer noch nur wenige, als die Elfen, die ersten Kinder der Götter, die Welt Dragon verließen, weil sie dem erwachenden Bösen nicht widerstehen konnten.

Während die Länder der Welt langsam unter den Schatten aus Taros fielen, waren die Drachen in ihrer Jugend davon lange unbeeinflusst, denn in die hohen Gipfel der Drachenberge drangen die Schergen Baals nicht vor, und die allermeisten Drachen hielten sich aus den Angelegenheiten der Ungeschuppten (oder Naka Duskeal, wie sie sagen) heraus. Im Laufe der Jahrhunderte aber nahm die Zahl der Drachen zu und ihre Stärke auch, und die ersten von ihnen machten Bekanntschaft mit der Finsternis, die die Länder verwüstete, und sie sahen mit Entsetzen, wie auch die Vorberge ihrer Heimat nicht mehr sicher waren. Die Drachen sahen, dass es nötig war, ihre Heimat zu verteidigen, und so kam es, dass immer öfter die stärksten und mutigsten von ihnen von den Bergen herab zu den Wäldern flogen und dort die marodierenden Schwarzen Horden angriffen.

Diese Bedrohung seiner Vorherrschaft blieb Baal natürlich nicht verborgen, doch wagte er es nicht, sich den Drachen im offenen Kampf zu stellen. Stattdessen suchte er das Gespräch mit einzelnen von ihnen, da er wusste, dass Drachen meist allein unterwegs sind, und tatsächlich gelang es ihm, einige der edlen Geschöpfe, besonders unter den Jüngeren, mit Lügen über neue Reiche für die Drachen auf seine Seite zu ziehen. So entstanden die ersten Schwarzdrachen, die von ihren ehemaligen Geschwistern erbittert gehasst und bekämpft werden. Die Drachen jedoch, die standhaft blieben, nahmen nun mit aller Kraft den Kampf gegen Baal und seine Schergen auf. Lange war die Lage der Drachen schlimm, denn sie wuchsen und vermehrten sich nur langsam, während die Orks rasch mehr wurden. Immer weiter wurden die Drachen in die Berge zurückgedrängt.

Erst mit der Rückkehr der Lichtelfen aus dem Land des Sommers und dem Bündnis, dass zwischen Siraiyon Sturmtänzer und dem Edeldrachen Shartol dem Goldenen geschlossen wurde, wendete sich das Blatt, und gemeinsam gelang es den beiden Völkern, Baal auf die Halbinsel Taros zurückzudrängen, von der er einst gekommen war. Das Bündnis zwischen Drachen und Elfen schlief danach weitgehend ein, denn zu unterschiedlich war die Lebensweise der Völker; nur zwischen den Hochelfen und den Drachen bestand ein engeres Band. Doch erinnern sich Elfen und Drachen noch heute an das alte Bündnis und begegnen eingedenk der alten Freundschaft einander meist mit Respekt.

Mit Ausnahme derer, die mit den Hochelfen in deren erblühende Königreiche gingen, um dort als Berater und Freunde an den Höfen zu leben, kehrten die Drachen in die Abgeschiedenheit des Drachengebirges zurück, wo sie ein einzelgängerisches und einsames Dasein führen. Nur hin und wieder kommt es vor, dass Drachen die Berge verlassen, um sich den Menschen Dragonias anzuschließen. Denn seit der Gründung des Drachenritterordens verbindet Dragonier und Drachen eine tiefe Freundschaft. Wie es dazu kam, kann in der Historie dieses Reiches nachgelesen werden.

Aussehen und Wesen
Die vier ursprünglichen Drachenrassen unterscheiden sich im Aussehen sehr und sogar Drachen ein- und derselben Rasse können im Aussehen stark variieren. Dies resultiert angeblich aus Paarungen mit sogenannten Elementardrachen, die Merkmale aller Rassen in sich vereinen. Diese Drachenart wurde jedoch bis jetzt noch nie gesehen, noch wurde ihre Existenz durch andere Drachen bestätigt. Einige Merkmale sind aber allen Drachen gemein: der langgestreckte, schuppenbedeckte Körper mit einem langen Hals, einem Schwanz, der oft zwei Fünftel der Körperlänge oder mehr misst, die spitzen Fangzähne und die mächtigen Schwingen, bei denen sich die ledrige Flughaut zwischen dünnen, aber dennoch stabilen, langgezogenen Knochen spannt. Die Flügelspannweite beträgt fast immer mindestens die Körperlänge von Kopf bis Schwanzspitze, liegt jedoch bei der Mehrheit der Drachen zum Teil deutlich darüber. Auch die Größe variiert: ein Drache, der die "Jugendzeit" hinter sich hat (ca. 150 Jahre), hat meistens eine Körperlänge von 8 Metern erreicht oder überschritten. Prinzipiell wachsen Drachen jedoch ihr Leben lang.

Vom Wesen her sind die allermeisten Drachen Einzelgänger und daher Individualisten. Auch mit Ihresgleichen treffen sie sich nur ausnahmsweise und zu besonderen Anlässen. Das Zusammenleben mehrerer Drachen ist schon deshalb schwierig, weil es nicht viele Orte gibt, die groß genug dafür sind und wo genug Wild zu finden ist, um mehr als einen Drachen zu ernähren. Nur sehr schwer können Drachen sich anderen unterordnen - Menschen, Zwergen und Elfen, die sie „Ungeschuppte“ nennen und eigentlich für unterlegen halten, schon gar nicht. Wegen ihrer Körpergröße und Stärke neigen Drachen nicht selten zu Stolz, Arroganz und Überheblichkeit, die im Alter und mit zunehmender Weisheit und Macht aber meist abnimmt (wobei man sich fragen kann, ob es sich um eine Abnahme oder eher eine Umwandlung zu 'stiller Gewissheit' handelt) und durch eine Art Wohlwollen den (vermeintlich) schwächeren Rassen gegenüber gemildert wird. Unter den Drachen gibt es auch einige, die bereit sind, ihr Wissen an die anderen Völker weiterzugeben. Dies gilt allerdings nicht für die Schwarzdrachen – hier nehmen Arroganz und Überheblichkeit mit dem Alter eher noch zu, gepaart mit einer Bösartigkeit, die Ihresgleichen sucht. Côr von Taros sind diese Kreaturen absolut hörig.

Das Drachenleben beginnt recht turbulent. Schon die Paarung ist eine wilde Angelegenheit und findet meistens, zumindest bei den größeren Rassen, in der Luft statt – die Partner stürzen eng umschlungen der Erde entgegen, nur um sich im letzten Moment wieder abzufangen und in die Lüfte emporzusteigen. Diese Art des Liebesspiels kann sehr gefährlich sein und endet mitunter gar tödlich. Nach der Paarung trennen sich die Partner meist sofort wieder, etwas wie eine lebenslange Liebesbeziehung kennen Drachen nicht. Nur wenige Paare bleiben zusammen, um den Nachwuchs gemeinsam aufzuziehen. Etwa einen Monat nach der Paarung legt das Weibchen 1- 5 Eier, die dann entweder, je nach Fürsorglichkeit der Mutter sich selbst überlassen werden - meist an einem Ort, der eine große Nähe zum Element des Drachen aufweist, beispielsweise schätzen Feuerdrachen Vulkanschlote, um ihre Eier auszubrüten - oder sie werden selbst ausgebrütet und die Jungtiere wirklich die ersten Jahre aufgezogen. Diese leben dann mehrere Jahrzehnte im Revier der Mutter, ehe sie es verlassen. Je nach Rasse dauert die Brutzeit unterschiedlich lange, in etwa zwischen 6 und 12 Monaten. Die ausgeschlüpften Jungen sind zu Anfang noch recht hilflos, weshalb meist ein Elternteil gegen Ende der Brutzeit zum Nest zurückkehrt und sich des Nachwuchses annimmt. Dennoch ist die Sterblichkeit unter den Jungtieren hoch, so dass ein Drache selten mehr als einen oder zwei Nachkommen wirklich heranwachsen sieht.

Drachenkinder wachsen langsam heran, doch verglichen mit dem, was in dieser Zeit in ihrem Körper geschieht, vergeht eine relativ kurze Zeit, bis sie selbständig sind. Drachen haben nur wenige angeborene Instinkte, die ihr Überleben sichern, so dass sie viel aktiv lernen müssen, und auch das komplexe System, welches erwachsene Drachen zum Fliegen befähigt, bedeutet eine große körperliche Umstellung. Da jedoch alle Fähigkeiten in ihrem Wesen bereits enthalten sind, geht das recht schnell. Im Alter von 50 Jahren sind sie selbständig genug, um sich selbst zu versorgen und die Bindung zu Eltern und Geschwistern schwindet dann recht schnell. Der Nachwuchs verlässt dann das Brutgebiet, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Es folgt eine Periode des Ausprobierens an sich und der Umwelt, weit weg von der Nähe der Eltern oder etwaigen Geschwistern. Die meisten verbrannten Felder (Feuerdrachen) bzw. umgeleiteten Flüsse (Wasserdrachen) dürften Jungdrachen zuzuschreiben sein. Meistens ist diese Phase mit spätestens 150 Jahren überwunden. Die magischen und körperlichen Kräfte und die Größe eines Drachen nehmen das ganze Leben lang zu. Besonders die Begabung zur Magie wächst mit den Jahren, wenn es auch nur wenige Drachen darin zur Perfektion bringen. Drachen sind prinzipiell unsterblich - zumindest wurde noch von keinem Drachen berichtet, der an Altersschwäche gestorben ist. Besonders alte Drachen haben aber eine solch geistige Stärke errungen, dass sie eigenständig sterben können und als übersinnliches Wesen zum Himmel emporsteigen.

Erddrachen
Die Erddrachen sind nicht so gewandte Flieger wie die anderen Drachen und meist von etwas stämmigeren Körperbau und einer bräunlichen Färbung. Ihre Flügel sind kräftig und haben eine große Tragfläche. Sie sind allerdings von etwas ausgeglichenerem und ruhigerem Temperament als andere Drachenrassen und kennen sich gut mit Pflanzen aus. Ihr Element ist die Erde. Man sagt, dass einige ältere Erddrachen sogar in der Lage sind, Erdbeben zu erzeugen. Erddrachen sind die größte aller Drachenarten.

Feuerdrachen
Die Feuerdrachen sind meist von roter oder orangener Färbung. Das Feuer ist ihr Element, und so besitzen sie ein wildes, heißblütiges Wesen; man sollte sich hüten, einen Feuerdrachen zu erzürnen. Nicht selten sind sie außerdem ziemlich neugierig. Feuerdrachen lieben die Wärme und scheuen die Kälte. Man sagt, je kälter es ist, desto langsamer bewegen sie sich.

Wasserdrachen
Wasserdrachen wohnen an Seen, Flussläufe und selten am Meer. Ihre Farbe ist meistens blau bis grün, und sie haben Schwimmflossen zwischen den Zehen und einen seitlich abgeflachten Schwanz. Wasserdrachen sind die einzigen Drachen, die schwimmen lernen können, jedoch können auch sie dies nicht von Geburt an. Ihr Element ist das Wasser. Wasserdrachen können mit großer Geduld ihre Ziele verfolgen, bisweilen neigen sie zur Starrköpfigkeit.

Edeldrachen
Edeldrachen werden je nach der Farbe des metallischen Schimmers, der auf ihren Schuppen liegt, den Edelmetallen Gold, Silber oder Bronze zugeordnet. Die Grundfarbe kann ganz unterschiedlich sein. Edeldrachen sind vergleichsweise zierlich gebaut und sehr gewandte Flieger. Ihr Wesen ist oft verspielt, aber auch etwas launisch; ihr Element ist die Luft.

Kultur, Religion und Sprache
Da Drachen Einzelgänger sind, hat sich so gut wie keine einheitliche Kultur herausgebildet. Lediglich die Schwarzdrachen leben in Taros mehr gezwungenermaßen in einer Stadt - Zzschzacharr - zusammen, sonst leben Drachen einzeln und recht weit verstreut in Höhlen, die sie meist nicht weiter ausbauen, sondern so belassen, wie sie sind. Wichtig ist dabei, dass die Höhlen möglichst schwer zugänglich sind, aber eine gute Lande- und Startplattform bieten. Aufgrund ihrer Größe bevorzugen Drachen sehr geräumige Höhlen.

Die Höhle dient den Drachen nicht nur als Wohnort, hier sammeln sie auch ihre Schätze. Drachen lieben es, allein aus Freude an kostbaren Dingen wahre Berge an Gold, Edelsteinen und Schmuck anzuhäufen. Nicht selten schlafen sie sogar darauf. Das lockt natürlich Schatzjäger an, mit denen die meisten Drachen aber kurzen Prozess machen. Ins Reich der Legende zu verbannen ist, dass Drachen in den Menschenorten Jungfrauenopfer fordern, obwohl es hin und wieder vorkommen mag, dass ein übelgelaunter Drache eine Viehherde überfällt und so großen Schaden anrichten kann. Meist jagen Drachen aber da, wo sie leben – im Gebirge.

Die Drachensprache ist eine Gedankensprache, allerdings können Drachen auch das Sprechen mit dem Maul erlernen. Mit dem Alter nimmt die Fertigkeit des Gedankenlesens bei Drachen zu, aber es gilt als unhöflich und verpönt, ohne die Zustimmung des Anderen in dessen Gedanken einzudringen – nur sehr junge und unerfahrene oder böswillige Drachen tun dies und können damit grade bei Elfen großen Schaden anrichten. Drachen teilen sich selbst in Form von Gedankenbildern mit, die sie ihrem Gesprächspartner senden und die von keiner Sprache abhängig sind. Diese Bilder sind besonders bei alten und erfahrenen Drachen häufig genauer als Worte.

Eine richtige Drachenreligion existiert nicht. Zwar leugnen auch die Drachen nicht, dass es Götter gibt, allerdings halten sie es nicht für nötig, ihnen besondere Ehrfurcht oder gar Anbetung entgegenzubringen. Viele erkennen aber Draak als ihren Schöpfergott an und bringen ihm deswegen großen Respekt entgegen. Einzig die entarteten Schwarzdrachen beten tatsächlich ihren Herrn Côr an.

Anderen Rassen gegenüber zeigen Drachen sich zwar bisweilen überheblich, aber selten wirklich feindlich. Junge Drachen zeigen häufig eine fast kindliche Neugier auf alles, was andere Rassen angeht. Mit dem Reiche Dragonia verbindet sie eine alte Freundschaft.


nach oben Lykantrophe


Geschichte
Die ersten Lykantrophen stammen von den Werwölfen ab. Diesen sollen entstanden sein, als die Dunkelelfen versuchten, durch magische Rituale Mensch-Wolfs-Chimären zu erschaffen. Nach vielen verlustreichen Versuchen soll es ihnen gelungen sein, den ersten der Alten, Akelah, zu schaffen. Danach wurde das gelungene Ritual noch sechs weitere Male durchgeführt. Da die Prozedur aber äußerst aufwändig war und sich die Werwölfe als unberechenbar herausstellten, wurden die Experimente danach eingestellt.



Die entstandenen Wesen konnten zwischen der Gestalt des Wolfes und der des Menschen wählen.Nur zur Zeit des Vollmondes wurden sie, wenn sie sich nicht voll unter Kontrolle hatten, in ihre tierische Form gezwungen und waren dann kaum noch zu bändigen. Wie tollwütige Wölfe kannten sie weder Freund noch Feind. Die sieben Alten wurden während der dunklen Jahre in Tantalus’ Gefolge gesehen und da sie ausschließlich männlich waren, konnten sie sich nicht auf natürlichem Wege vermehren. Doch diejenigen, die sie in Wolfsgestalt bissen, verwandelten sich, wenn sie nicht starben. Sie wurden entweder zu Werwölfen oder bei weniger schweren Wunden zu Lykantrophen der zweiten Generation. Die Lykantrophen behielten stets eine Gestalt, die einem Wolf in menschlicher Körperhaltung glich, bei. Es wird angenommen, dass dies daran liegt, dass bei ihnen der Umwandlungsprozess weniger heftig ausbricht und die Anteile beider Ahnenlinien so besser verschmelzen können. Wenn Lykaner jemanden beißen, übertragen sie ausschließlich die eigene Art. Aber auch sie scheinen in Vollmondnächten ungewöhnlich wild und unbändig zu sein. Mit zunehmender Entfernung von der ersten Generation, die über außergewöhnliche Selbstheilungskräfte verfügt und extrem alt wird, nimmt die Macht der Mischwesen ab. Bei Werwölfen ab der vierten Generation zeigt sich das auch darin, dass es ihnen außerhalb einer dreitägigen Vollmondphase kaum mehr möglich ist, die tierische Gestalt anzunehmen. Der größte Teil der Lykantrophen und Werwölfe lebt bis heute in Gefangenschaft der Dunkelelfen und ist seinen Schöpfern treu ergeben. Sie werden eingesetzt, um in feindlichen Ländern gezielt Unheil anzurichten. Der erste Werwolf, dem es gelang, das Joch der Sklaverei abzuwerfen, war Akelah. Er wurde jedoch bald in einer gnadenlosen Jagd von seinen einstigen Herren zur Strecke gebracht. Aber nur wenige Monate darauf im Jahre 890 n. D. gelang es einigen aufständischen Lykantrophen, unter ihrem Anführer Raoul aus den unterirdischen Städten der Dunkelelfen zu entfliehen. Sie schlugen sich bis in den hohen Norden in die Länder der Thorwaler durch und gründeten dort eine eigene Siedlung, die sie stolz die Stadt der Freien nannten. Die dort lebenden Lykantrophen verbergen ihre Stadt so gut wie möglich, so dass die genaue Lage unbekannt ist, und versuchen auch sonst möglichst wenig Aufsehen zu erregen. Nachdem Raoul gestorben war, wurde Baghira, einer der Alten, dem inzwischen die Flucht gelungen war, zu ihrem neuen Anführer. Auch heute noch gibt es in den Städten der Dunkelelfen Lykantrophen, die von ihrem wölfischen Anteil nicht nur die Wildheit, sondern auch den Drang zur Freiheit geerbt haben und den unterirdischen Städten der Dunkelelfen entfliehen.

Aussehen und Wesen
Lykantrophen sind im Schnitt etwas größer als Menschen und gleichen aufrecht gehenden Wölfen. Weitere Strecken legen sie aber schneller und lieber auf vier Pfoten zurück. Ihr Fell ist meist grau in allen möglichen Schattierungen, kann allerdings prinzipiell jede Farbe aufweisen, die auch bei Wölfen natürlicherweise vorkommt. Die Augen der Lykantrophen sind von einem raubtierhaften Gelb oder Grün und leuchten im Dunkeln phosphoreszierend auf. Die Sinne der Wolfsmenschen sind scharf. Am stärksten ist der Geruchssinn ausgeprägt. Ihr Gebiss gleicht einem normalen Wolfsgebiss, nur die Fangzähne sind meist besonders gut ausgebildet. Die Vorderpfoten sind beweglicher als die von Wölfen und können zum Greifen eingesetzt werden, so dass der Gebrauch einfacher Waffen, wie zum Beispiel von Kampfstäben möglich ist. Wenn Lykantrophen überhaupt Kleidung tragen, so besteht diese meist nur aus einem ledernen Lendenschurz und manchmal einem Brusttuch aus Leder. Gegen Kälte und Nässe sind Wolfsmenschen durch ihr Fell hervorragend geschützt, so dass Kleidung eher als hinderlich empfunden wird. Lykantrophen sind meist zurückhaltend und scheu. Nur ungern zeigen sie sich anderen, denn in der Vergangenheit wurden sie gejagt, wo man sie antraf, und noch heute ist das Misstrauen gegenüber den Wolfsmenschen groß. Da außerdem die eigentliche Zeit der Lykantrophen die Nacht ist, führen sie meist ein heimliches, verborgenes Leben in den Wäldern. Wolfsmenschen ernähren sich von der Jagd und es ist ins Reich der Legenden zu verbannen, dass sie Menschen, Elfen oder Zwerge jagen. Zum Überleben ist dies nicht nötig und nur die ergebenen Diener der Dunkelelfen finden Gefallen daran, zum Spaß andere Lebewesen zu hetzen. Die Lykantrophen aus der Stadt der Freien hingegen versuchen Vertretern anderer Rassen möglichst ganz aus dem Weg zu gehen. Das zweite Merkmal der Lykaner ist ihre Wildheit. Sie sind wie die Wölfe Kinder der Wildnis und werden das auch immer bleiben, egal wie lange sie sich in der Nähe von Menschen aufhalten. Sie folgen meist ihren scharf ausgeprägten Instinkten, was sie auch in gefährlichen Situationen rasch handeln lässt. Die sich ständig bekämpfenden Anteile wölfischen und menschlichen Blutes machen Lykantrophen außerdem unberechenbar und sprunghaft in ihren Launen. Fast nie kann man voraussagen, wie ein Wolfsmensch auf eine Situation reagieren oder handeln wird. Des weiteren scheinen sie eine Vorliebe für streng hierarchische, oft auf direktem Kräftemessen begründete Strukturen gemein zu haben. Die Loyalität, die sie ihren Anführern entgegenbringen wirkt in manchen Fällen schon krankhaft. Wie bei ihren Vorfahren, den Werwölfen, gilt es als recht selten, dass sie sich auf natürlichem Weg vermehren. Es scheint häufiger zu sein, dass sie ihren Fortbestand über einen Biss sichern. Die Diener der Dunkelelfen tun dies willkürlich und nach Laune ihrer Herren, die Bewohner der Stadt der Freien nur mit Einverständnis des Betroffenen – denn nicht allen erscheint dies als ein Fluch. Danach dauert es bis zum nächsten Vollmond, bis die Verwandlung komplett abgeschlossen ist. Diese Zeit der Umwandlung ist oft schmerzhaft und verwirrend und wird der Betroffene in dieser Zeit allein gelassen, so geschieht es nicht selten, dass er mit den Instinkten des Wolfes nicht zu leben lernt und sich selbst das Leben nimmt. Die Lykantrophen der Stadt der Freien begleiten ihre „Neubürger“ in dieser Zeit deshalb intensiv. Ein neuer Wolfsmensch wird ein Jahr nach seiner Umwandlung in den inneren Kreis aufgenommen. Bis dahin hat er in der Regel gelernt mit seinem neuen Körper und den scharfen Sinnen zurechtzukommen. Er gilt nun als erwachsener Lykantroph. Die Lebensspanne der Wolfsmenschen ist etwas kürzer als die der Menschen und währt ungefähr 60 Jahre ab dem Zeitpunkt der Umwandlung.

Kultur, Religion und Sprache
Bei den Lykantrophen lassen sich drei Lebensarten unterscheiden. Die Diener der Dunkelelfen leben in den Randbezirken der unterirdischen Städte in eigens angelegten Höhlen. Sie erblicken nur das Mondlicht, wenn sie von ihren Herren auf die Jagd geschickt werden und leben in Abhängigkeit von den Dunkelelfen, die sie ernähren und ihnen Unterkunft geben. Diese in so genannte Jagden eingeteilten Lykantrophen sind den Dunkelelfen treu ergeben und gehören damit zu ihren gefährlichsten Dienern. Einmal im Jahr versammeln sie sich zur Großen Jagd – einem Ritual, in dem ihre Bindung zu den Dunkelelfen erneuert wird und das immer die Hetzjagd auf ein anderes Lebewesen – möglichst Elf, Zwerg oder Mensch – beinhaltet. Theoretisch wird dem Opfer dabei die Chance eingeräumt zu entkommen, doch da hierfür meist Kriegsgefangene oder Sklaven herhalten müssen, die unterernährt und geschwächt sind, geschieht es äußerst selten, dass die Wolfsmenschen ihre Beute nicht erlegen. Die Rudel aus Taros sind streng hierarchisch aufgebaut und werden in der Regel von ausgesprochen starken und den Dunkelelfen treu ergebenen Werwölfen einer frühen Generation angeführt. Diese Befehlshaber dulden innerhalb ihrer Reihen keinen Widerstand und begründen ihren Machtanspruch durch überlegene Körperkraft. Die wohl am meisten gefürchtete Gruppe von Lykantrophen und Werwölfen bildet die ‚wilde Jagd’. Diese wird von Shir Khan, der zu den Alten zählt, geleitet.

Die Flüchtlinge aus den Städten der Dunkelelfen und zum Teil auch Verbannte aus der Stadt der Freien leben als Einzelgänger in den Wäldern überall auf Aylann. Sie halten sich von menschlichen Siedlungen fern und leben in Erdhöhlen. Hin und wieder schließt ein solcher Einzelgänger sich einem Wolfsrudel an.

Die Lykantrophen der Stadt der Freien leben in überirdischen Hütten, die meist rund und recht niedrig sind, keine Fenster aufweisen und Wolfsbauten nachempfunden sind. Die Stadt ist durch eine Holzpalisade geschützt. Hier leben die Lykantrophen in Freiheit. Die Stadt wird von einem Rat regiert, über dessen Besetzung alle fünf Jahre durch zum Teil erbitterte Kämpfe neu entschieden wird. Ratssitzungen finden jeden Neumond statt, und alle Bewohner der Stadt dürfen anwesend sein. Der Rat wird von zwei Wolfsmenschen geführt, stets einem männlichen und einem weiblichen. Obwohl einzelne Mitglieder des Rates auch abgesetzt werden können, ist der männliche Vorsitzende Baghira seit vielen Generationen unangefochten. Dies hat er wohl nicht zuletzt seiner Stärke zu verdanken. Die Lykantrophen der Stadt der Freien haben es zu einer gewissen Kunstfertigkeit in der Lederbearbeitung gebracht, so dass in geringem Umfang auch Handel getrieben wird. Ansonsten halten sich auch diese Lykaner von den Menschen fern.

Die Lykantrophen der Städte der Dunkelelfen hängen wie ihre Herren dem Gott Baal an, den die Dunkelelfen Côr nennen und sind seiner Sache mit Leib und Seele verschrieben. Die Einzelgänger der Wälder haben meist keine ausgeprägte Religion, sondern glauben an verschiedene Naturgeister und Manifestationen der Elemente. In der Stadt der Freien hat sich jedoch eine eigene Religion entwickelt, in deren Mittelpunkt die Mutter des Mondes und der Himmelswölfe, Latala, steht. Nach den Vorstellungen der Lykantrophen gebar Latala die ersten zwei Wölfe, Grim und Leija, doch Baal hasste die freien Wesen, die sich vor ihm nicht fürchteten und tötete sie. In ihrer Trauer setzte die Mondmutter die beiden toten Welpen auf einer silbernen Scheibe als Mond an den Himmel, damit ihre Schönheit nie verginge. Deswegen heulen bis heute die Wölfe den Mond an und teilen die Trauer Latalas.

Lykantrophen sprechen meist die Sprache, die sie vor ihrer Umwandlung sprachen, doch haben sie außerdem eine sehr reiche und differenzierte Gebärden- und Körpersprache entwickelt, die der der Wölfe recht ähnlich ist. Auch viele Laute der Wölfe haben sie übernommen und auch sie heulen bisweilen den Mond an.


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